Oft ist der Alltag vollgepackt. Du hetzt von einem Termin zum nächsten, die To-do-Liste nimmt scheinbar kein Ende und du weißt nicht, wo du anfangen sollst. Hast du dich in diesen Momenten schon einmal gefragt: Wie bekomme ich eine Struktur in mein Leben? Wünschst du dir manchmal einfach ein bisschen besser organisiert zu sein? Die gute Nachricht ist, Selbstorganisation lernen ist kein Hexenwerk und ich zeige dir im Folgenden, wie auch du es schaffst.
Was heißt Selbstorganisation lernen?
Nun stellst du dir vielleicht die Frage, was ist Selbstorganisation eigentlich genau. Sicherlich hast du anhand des Begriffs auch schon eine ungefähre Idee, was sich dahinter verbirgt.
Im Kern bedeutet Selbstorganisation, deine Aufgaben, Ziele und Zeit so zu strukturieren, dass du deinen Alltag möglichst effektiv und stressfrei meistern kannst. Es geht darum, Verantwortung für deine Planung zu übernehmen und bewusst Prioritäten zu setzen. Dabei spielen Selbstmotivation und klare Ziele eine entscheidende Rolle – schließlich hilft es ungemein, wenn du weißt, worauf du hinarbeitest.
Und keine Sorge, wenn es mit der Selbstorganisation nicht immer reibungslos klappt. Jeder hatte schon einmal mit Aufschieberitis zu kämpfen. Der Schlüssel liegt darin, nicht aufzugeben und immer wieder an den eigenen Strategien zu feilen.
7 Tipps zum Selbstorganisation lernen
Jetzt kommen wir zum spannenden Part, nämlich der Frage: Wie kannst du Selbstorganisation lernen und deinen Alltag besser strukturieren? Im Folgenden habe ich dir eine Liste mit sieben unterschiedlichen Tipps und Strategien zusammengestellt, die dir zu einem besser organisierten Alltag verhelfen:
1 Dein Arbeitsplatz – die Basis für gute Selbstorganisation
Besonders in den Momenten, in denen du konzentriert und fokussiert Aufgaben erledigen möchtest, spielt dein Arbeitsumfeld eine entscheidende Rolle. Ein aufgeräumter Arbeitsplatz ist die Basis für mehr Struktur.
Die Wichtigkeit eines ordentlichen und sauberen Arbeitsplatzes wir von vielen sicherlich unterschätzt. Es ist allerdings ein Faktor, auf den du unbedingt achten solltest, wenn du Selbstorganisation lernen und in deinen Alltag integrieren willst.
Ein aufgeräumter Arbeitsplatz hilft nicht nur, den Kopf freizubekommen, sondern spart auch Zeit, da du alles schneller findest. Ordnung schafft Klarheit – sowohl im Raum als auch im Kopf.
2 Fokuszeiten und Deep Work: So nutzt du deine Energie optimal
Jeder von uns hat im Alltag ganz unterschiedliche Aufgaben. Während manche schnell und recht einfach zu erledigen sind, benötigen andere eine ganze Menge Konzentration und Fokus, um fertiggestellt zu werden.
Genau für diese eher anspruchsvollen Aufgaben eignen sich Fokuszeiten und »Deep-Work-Phasen«, also Phasen, in denen du besonders tief und konzentriert in ein Thema eintauchst, besonders gut. Versuche in diesen Zeiten Ablenkungen so gut es geht zu minimieren.
Außerdem ist es empfehlenswert, anfangs unterschiedliche Tageszeiten für deine Fokuszeit auszuprobieren, um dein persönliches Leistungs- und Konzentrationshoch zu finden.
Manche Menschen arbeiten morgens am produktivsten, während andere abends ihre kreative Hochphase haben. Beobachte deinen eigenen Rhythmus und finde heraus, wann du am besten in den Flow kommst.
Tipp: Plane deine anspruchsvollsten Aufgaben (nach Möglichkeit) gezielt in diese Phasen ein – so erledigst du sie effizienter und mit mehr Leichtigkeit. Du wirst überrascht sein, wie viel du in dieser Zeit schaffen kannst.
3 Prioritäten setzen mit bewährten Methoden
Ein wichtiger Bestandteil der Selbstorganisation ist das Priorisieren. Dabei können dir unterschiedliche Zeitmanagement-Techniken, wie die Pomodoro-Methode oder die Eisenhower-Matrix, helfen. Diese lassen sich hervorragend mit deinen Fokuszeiten in Verbindung bringen.
Sie helfen dir, deine Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit zu sortieren. Besonders dann, wenn du oft sehr konzentriert Aufgaben erledigen musst oder viele verschiedene Themen deine Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen wollen, ist das eine wichtige Fähigkeit.
Dabei ist es vollkommen egal, ob es um die Organisation privater oder beruflicher Aufgaben geht. Prioritäten setzen ist in sämtlichen Lebenslagen wichtig, wenn du Selbstorganisation lernen oder verbessern willst.
4 Selbstorganisation lernen: Routinen entwickeln als Geheimwaffe
Dieser Tipp klingt vielleicht unspektakulär und dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass du ihn dir unterbewusst bereits zu Nutze machst: Routinen entwickeln!
Routinen können dir dabei helfen, deine mentale Belastung zu reduzieren, indem du bestimmte Handlungen in regelmäßigen Abständen auf die gleiche Art und Weise durchführst. Das führt dazu, dass diese Aktivitäten mit der Zeit gefühlt automatisch ablaufen und von dir kaum noch bewusst wahrgenommen werden.
Bekannte und beliebte Beispiele sind die persönliche Morgenroutine, zu Beginn des Tages oder eine Abendroutine, zum Ende des Tages. Routinen geben dir Struktur und machen Selbstorganisation leichter.
5 Gedankenchaos ordnen: Mit Brain Dumps zu mehr Klarheit
Hast du manchmal das Gefühl, dass du gar nicht so genau weißt, wo du eigentlich anfangen sollst? Dir schweben gefühlt tausend Dinge im Kopf herum und du wirst von deinen eigenen Gedanken immer wieder abgelenkt?
Selbstorganisation beginnt immer mit klaren Gedanken. Nimm dir deshalb regelmäßig Zeit deine Gedanken zu ordnen und einen »Brain Dump« zu machen, dabei schreibst du einfach alle Ideen, Aufgaben und offenen Fragen auf, die dir durch den Kopf gehen.
Das hilft dir, deine Gedanken zu sortieren und du musst dir keine Sorgen mehr machen, wichtige Dinge zu vergessen. Außerdem kannst du deine Notizen hernehmen und unterschiedliche Aufgaben an den passenden Stellen in deine Tagesplanung für die nächsten Tage einbauen.
6 Strukturiere deine Zeit mit einem Tagesplan
Selbstorganisation lernen heißt auch deinem Alltag eine gewisse Struktur zu verleihen, die dir dabei hilft deine To-dos zu erledigen und auf die Erfüllung deiner Ziele hinzuarbeiten.
Ein bewährter Ansatz für einen Tagesplan ist die Planung von Zeitblöcken. Dabei legst du vorher fest, welchen Aufgaben oder Themengebieten du dich in einem bestimmten Zeitblock widmen willst.
Dabei solltest du darauf achten, die einzelnen Blöcke nicht zu überladen und einen realistischen Plan aufzustellen. Zudem können dir Pufferzeiten helfen, um Platz für unvorhergesehenes zu schaffen oder angefangene Aufgaben zu Ende zu bringen.
Ebenso sollten gezielte Pausen einen Platz in deinem Tagesablauf finden. Nur wenn du auch Platz zum Durchatmen und Ausruhen schaffst, kannst du langfristig produktiv sein.
7 Finde die Balance zwischen Fokus und Pause
Ablenkungen sind der größte Feind von konzentriertem Arbeiten und trotzdem gehören sie zum Alltag dazu. Zur Selbstorganisation gehört daher auch dein Umfeld wahrzunehmen und entsprechend deiner aktuellen Situation anzupassen.
Ungewollte Störfaktoren können auf ganz unterschiedliche Weise auftreten – sei es das Smartphone, laute Geräusche oder der ständige Blick auf die Hausarbeit, die noch wartet. Für eine konzentrierte Arbeitszeit ist es hilfreich, Störquellen bewusst zu minimieren.
Doch keine Sorge – Ablenkungen sind nicht immer schlecht! Manchmal sind kurze Unterbrechungen sogar hilfreich, um den Kopf freizubekommen und mit frischer Energie weiterzumachen.
Niemand kann dauerhaft 100 % fokussiert bleiben, und das ist auch völlig in Ordnung. Es geht vielmehr darum, dich selbst so zu organisieren, dass du ein gesundes Gleichgewicht erreichst.
Wenn dir diese sieben Strategien dabei geholfen haben, Selbstorganisation zu lernen und deinen Alltag bewusster zu gestalten, könnten dich auch diese Themen interessieren:
- Finde heraus, wie gute Gewohnheiten deinen Alltag erleichtern können.
- Fühlst du dich unmotiviert? Diese Strategien helfen dir aus dem Motivationsloch!
- Willst du mit deiner Selbstorganisation noch einen Schritt weiter gehen? Dann ist ein Jahresplan genau das Richtige!
Schreibe einen Kommentar