Schulden können eine erhebliche Belastung für das tägliche Leben darstellen. Sie können Stress verursachen, die finanzielle Sicherheit gefährden und langfristige Ziele unerreichbar erscheinen lassen. Doch es gibt Hoffnung: Mit der richtigen Strategie und Entschlossenheit kannst du erfolgreich deine Schulden abbauen und eine stabile finanzielle Zukunft aufbauen.
Egal ob Studiendarlehen, Schulden bei der Bank oder geliehenes Geld bei Freunden und Familie, zu einem finanziell stabilen Leben gehört es dazu, dass du deine Schulden begleichst und für deine finanzielle Unabhängigkeit sorgst.
Finde dein »Warum«
Warum willst du deine Schulden abbauen? Offensichtlich ist das ein wunderbares Ziel, aber was ist deine Motivation? Was hilft dir dabei durchzuhalten, wenn es schwer, langwierig und anstrengend wird? Was hält dich davon ab, einfach aufzugeben?
Dein persönliches »Warum« ist ganz individuell. Es schenkt dir Motivation und Antriebskraft für den Weg, der vor dir liegt. Schulden abbauen ist ein lohnenswerter, aber auch schwieriger Weg. Eine starke Motivation ist nötig, um auch mit Rückschlägen und Herausforderungen umgehen zu können.
Deine Gründe für ein schuldenfreies Leben vor Augen zu haben hilft dir außerdem dabei bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen. Da sie dir eine Leitlinie für dein Handeln geben und du klare Prioritäten setzen kannst.
Ein klares und starkes »Warum« ist daher ein kraftvolles Werkzeug, um deinem Ziel eines schuldenfreien Lebens näherzukommen.
Schulden abbauen – Wo soll ich beginnen?
Du hast es dir zum Ziel gesetzt, deine Schulden zurückzuzahlen und künftig möglichst keine neuen finanziellen Rückstände mehr aufzubauen. Nun stellt sich dir womöglich die Frage, wo fängst du am besten an?
Verschaffe dir einen Überblick!
Weißt du wie hoch deine Schulden sind? Wie viel musst du monatlich zurückzahlen? Wie hoch sind die Zinsen, die du auf das geliehene Geld zahlst?
Bevor du damit anfangen kannst deine Schulden abzubauen, solltest du dir erst einmal einen genauen Überblick verschaffen, wem du alles Geld schuldest, um wie viel Geld es geht und wie hoch die Zinsen sind. Bei vielen Krediten, ist der Anteil der Zinsen an der monatlichen Rate so hoch, dass du kaum etwas von deinen Schulden zurückzahlst. Du solltest dich daher ganz genau informieren, zu welchen Konditionen du wie viel Geld schuldest.
Ein genauer Überblick ist nötig, um dir Klarheit über deine momentane finanzielle Situation zu verschaffen und einen zielgerichteten Plan zu entwickeln, um deine Schulden abzubezahlen. Finanzielle Rückstände können Stress, Angst und Unsicherheit erzeugen, vor allem dann, wenn du keinen genauen Überblick darüber hast, wie du aktuell finanziell aufgestellt bist.
Außerdem kann dir ein genauer Überblick dabei helfen, Ursachen für deine Verschuldung zu erkennen. Wofür wurde das Geld benötigt? Sind schlechte finanzielle Gewohnheiten oder ein übermäßiger Konsum schuld? Ist ein unerwarteter Notfall aufgetreten, der dich finanziell aus der Bahn geworfen hat?
Schulden abbauen mithilfe eines Budgets
Ein Budget ist ein Plan für deine Finanzen. In diesem legst du fest, wie du dein Geld ausgeben und sparen möchtest. Ein Budget soll dich nicht einengen, sondern deinen finanziellen Prioritäten einen Raum verleihen.
Neben deinen monatlichen Einnahmen und Ausgaben sollten auch deine finanziellen Verpflichtungen, wie die Rückzahlung von Schulden einen Platz in deinem Budget finden. Auch finanzielle Ziele, auf die du hinarbeiten möchtest, bekommen einen Platz.
Budgetieren ist ein mächtiges Werkzeug, um deine Finanzen selbst in die Hand zu nehmen und dir einen Überblick zu verschaffen, was mit deinem Geld im Laufe des Monats passiert.
Prüfe deine Ausgaben
Schulden entstehen dann, wenn du mehr ausgibst, als du eigentlich in deiner aktuellen finanziellen Situation kannst. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Manchmal so etwas Einfaches, wie ein fehlendes Bewusstsein darüber, wie viel du tatsächlich konsumierst.
Wenn du deine Schulden abbauen willst, ist daher ein wichtiger Schritt, deine Ausgaben genau zu analysieren. Dazu nimmst du dir am besten deine Kontoauszüge der letzten Monate zur Hand. Etwa drei Monate geben dir ein ganz gutes Gefühl, wofür du regelmäßig Geld ausgibst und wie viel. Du kannst natürlich für einen genaueren Einblick auch noch weitere Monate ansehen.
Schaue dir die Kontoauszüge genau an und kategorisiere die einzelnen Ausgaben. Am Ende summierst du die einzelnen Kategorien je monatsweise auf, um einen Überblick zu bekommen, wie viel Geld du wofür ausgibst. Auch die Summe über alle Kategorien ist interessant, da du schnell feststellst, ob du mehr ausgibst, als du an monatlichen Einnahmen hast.
Was stellst du fest, wenn du die einzelnen Kategorien betrachtest? Gibst du in bestimmten Bereichen mehr Geld aus, als dir bewusst ist? Wo könntest du Einsparungen vornehmen?
Prüfe deine Einnahmen
Nachdem du dir deine Ausgaben genau angeschaut hast, ist es nun an der Zeit auch deine monatlichen Einnahmen genau unter die Lupe zu nehmen. Aus welchen Quellen beziehst du ein monatliches Einkommen? Wie hoch sind deine Einnahmen im Verglich zu deinen Ausgaben? Schaffst du es, mit deinen Einnahmen alle Ausgaben zu decken?
Wenn du Schulden aufgebaut hast, besteht die Chance, dass deine Ausgaben höher sind als deine Einnahmen. Um deine Schulden abbauen zu können, musst du mehr Geld einnehmen als ausgeben. Dazu kannst du überlegen, ob du auf bestimmte Ausgaben und nicht lebensnotwendigen Konsum verzichten kannst. Ist dein Budget bereits auf die nötigsten Ausgaben minimiert, ist es an der Zeit zu überlegen, welche Möglichkeiten du hast zusätzliches Einkommen zu erzielen. Auf folgenden Wegen könntest du beispielsweise deine Einnahmen erhöhen:
- Jobwechsel
- Nebenjob
- freiberufliche Tätigkeiten
- Verkauf von digitalen oder nicht digitalen Produkten
- Nachhilfe, Gartenarbeit, Babysitting, etc.
Jeder Euro zusätzlich hilft dir dabei, deinem Ziel eines schuldenfreien Lebens einen Schritt näherzukommen. Auch eine No-Spend-Challenge kann kurzfristig dafür sorgen, dass deine Ausgaben sinken.
Schulden abbauen – nächste Schritte
Du hast es geschafft. Die Schulden sind endlich zurückgezahlt. Das fühlt sich sicher großartig an, oder? Du kannst stolz auf deine Leistung sein.
Wie geht’s jetzt allerdings mit deinen Finanzen weiter? Das Ziel sollte es sein, dass du in der Zukunft nicht mehr darauf angewiesen bist, neue Schulden machen zu müssen. Daher ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, deine Finanzen auf zukünftige Unsicherheiten und Notfälle vorzubereiten. Aber auch andere finanzielle Ziele können jetzt einen Platz in deinem Budget finden. Ein Notgroschen und Sinking Funds können dir dabei helfen.
Der Notgroschen
Der Notgroschen ist dein Puffer für finanziell turbulente Zeiten. Rücklagen helfen dir dabei, in der Zukunft nicht wieder auf neue Schulden angewiesen zu sein. Sobald deine Schulden abgebaut sind, solltest du dich deshalb daran machen einen Notgroschen anzusparen. In Abhängigkeit deiner persönlichen Umstände empfehle ich dir dabei eine Höhe von drei bis sechs an notwendigen Ausgaben bzw. Monatsgehältern.
Die Sinking Funds
Sinking Funds helfen dir, dich auf größere Ausgaben vorzubereiten oder für die Erfüllung deiner Träume zu sparen. Sie sollten daher unbedingt ein Teil deines Budgets sein. Auch sie helfen dir dabei, nicht von neuen Schulden abhängig zu sein. Indem du deine Finanzen vorausschauend planst, vermeidest du böse Überraschungen und stellst deine Finanzen auf stabile Beine.
Ich hoffe, dass dir diese Tipps und Strategien dabei helfen deine Schulden abzubauen und deine Finanzen in eine stabile Zukunft zu führen. Diese Themen könnten dich außerdem interessieren:
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