Routinen sind das Herzstück eines gut organisierten Alltags. Sie helfen uns, Ziele zu erreichen, Zeit effizient zu nutzen und das tägliche Leben zu strukturieren. Doch wie gelingt es, neue Routinen erfolgreich in unser Leben zu integrieren? In diesem Artikel erfährst du, wie du durch einfache und effektive Methoden Routinen etablieren kannst, die dir helfen, deinen Alltag zu verbessern und langfristige Erfolge zu erzielen.
Routinen etablieren – Was sind Routinen und warum sind sie wichtig?
Routinen sind Handlungen, die in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Das können tägliche, wöchentliche oder monatliche Aktivitäten sein. Der Abstand spielt dabei keine Rolle, viel mehr die Tatsache, dass sich eine Aktivität in gewissen Abständen wiederholt.
Routinen begegnen uns in allen Lebensbereichen und werden dennoch selten als diese wahrgenommen. Durch die regelmäßige Wiederholung sind sie zu automatisierten Handlungen geworden, die in deinem Inneren verankert sind, ohne dass du es bewusst wahrnimmst. Das war allerdings nicht immer so. Routinen sind zu Beginn bewusste Handlungen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Erst durch die stetige Wiederholung gehen sie mit der Zeit ins Unbewusste über.
Routinen haben viele Vorteile von einer produktiveren Arbeitsweise, über ein gesünderes Leben bis hin zu weniger Stress und mehr Zeit für die Dinge, die dir wichtig sind. Durch die vorgegebene Abfolge von Ereignissen sparst du dir wertvolle mentale Energie und kannst so einen effizienteren Alltag leben.
Der Unterschied zwischen Routine und Gewohnheit
Gewohnheiten und Routinen sind eng miteinander verbunden, aber dennoch unterschiedlich. Während Routinen etablieren eine geplante Aktivität ist, schleichen sich Gewohnheiten ungeplant und unbewusst in unseren Alltag ein. Dabei können es sowohl negative als auch positive Gewohnheiten sein.
Sowohl Routinen als auch Gewohnheiten sind aus unserem Alltag allerdings nicht wegzudenken, da sie eine Struktur vorgeben und uns helfen, unsere täglichen Aufgaben effizienter zu bewältigen. Routinen bieten uns einen klaren Plan, während Gewohnheiten es uns ermöglichen, bestimmte Handlungen ohne großen mentalen Aufwand auszuführen.
Mit der Einführung einer Routine verfolgst du meist ein festes Ziel, welches du erreichen möchtest. Daher besteht sie häufig aus mehreren Einzelschritten, die eine übergeordnete Routine bilden. Im Gegensatz dazu bestehen Gewohnheiten oft aus einzelnen Tätigkeiten statt einer ganzen Handlungsabfolge. Sie entstehen häufig aus einer bestimmten Situation oder Notwendigkeit heraus und verfolgen somit kein festes Ziel.
Da Gewohnheiten und Routinen sich häufig gegenseitig ergänzen, kannst du sie wunderbar als Ankerpunkt verwenden, wenn du eine neue Routine etablieren oder diese durch weitere Tätigkeiten ergänzen willst.
Wie lange dauert es, eine Routine zu etablieren?
Wenn du eine neue Routine etablieren willst, ist das am Anfang wahrscheinlich ungewohnt und möglicherweise sogar ein Schritt raus aus deiner Komfortzone. Daher kann bei dir schnell die Frage aufkommen, wie lange es eigentlich dauert, bis eine neue Routine automatisch abläuft und du weniger mentale Energie dafür aufwenden musst.
Es gibt keine universell gültige Antwort auf diese Frage, da unterschiedliche Einflussfaktoren eine Rolle spielen. Du hast bestimmt schon mal gehört, dass es 21 Tage dauert, bis eine Routine etabliert ist, diese Theorie kommt aus den 1950er Jahren und basiert auf den Annahmen des plastischen Chirurgen Maxwell Maltz. Wissenschaftlich belegt ist diese Zahl allerdings nicht.
Eine Studie von Dr. Phillippa Lally und ihrem Team am University College in London weist eher darauf hin, dass es deutlich länger dauert, wenn man Routinen etablieren will. Im Durchschnitt etwa 66 Tage, aber auch dort variieren die Zeiträume stark.
Die Komplexität der Routine, die eigene Motivation, vorhandene Erfahrungen, dein Umfeld und deine Möglichkeiten eine neue Routine regelmäßig auszuführen, können einen entscheidenden Einfluss darauf haben, wie lange es dauert, wenn du Routinen etablieren willst. Probier es am besten selbst aus und lass dich von der Zeit, die du brauchst, bis die Routine automatisch abläuft, nicht entmutigen. Dran bleiben und wiederholen ist der Schlüssel zum Erfolg!
Routinen etablieren – 5 einfache Tipps
Routinen etablieren klingt erstmal nach einem komplizierten Prozess, dabei ist es das in Wahrheit eigentlich gar nicht. Wir haben viele unterschiedliche Routinen in unseren Alltag eingebaut, die wir heute als selbstverständlich wahrnehmen. Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass dein Morgen immer ähnlich abläuft? Das ist deine Morgenroutine! Auch die Zeit vorm Schlafengehen läuft sicher jeden Tag ziemlich ähnlich ab, das ist deine Abendroutine. So hast du über den Tag verteilt viele weitere Routinen verteilt, ob beruflich oder privat. Was kann dir helfen, wenn du Routinen etablieren willst oder bestehende Abläufe durch neue Aktivitäten ergänzen willst?
1. neue Routinen etablieren mithilfe bestehender Routinen
Du willst eine neue Routine einüben, allerdings fällt es dir schwer damit zu beginnen? Dann probier doch mal diese neue Aktivität mit einer bereits bestehenden Routine zu verknüpfen. Willst du dir beispielsweise angewöhnen, täglich deine drei wichtigsten Prioritäten aufzuschreiben und deine gewohnte Arbeitsroutine ist es, deinen Computer zu starten, um im Anschluss darauf zu warten, bis er bereit ist? Nutze diese Zeit, um deine Prioritäten für den Tag aufzuschreiben. Du hast eine gewohnte Aktivität mit einer neuen verknüpft. Bestehende Routinen können so eine Erinnerungsfunktion haben.
2. Gib dir ausreichend Zeit beim Routinen etablieren
Dran bleiben! Das ist der wichtigste Faktor, wenn du eine neue Routine dauerhaft in deinen Alltag einbinden willst. Wie bereits weiter oben diskutiert, sind Routinen nicht einfach da. Es braucht Zeit, bist du dich daran gewöhnt hast, eine Tätigkeit regelmäßig auszuführen. Gib dir ausreichend Zeit und dann heißt es Wiederholen, Wiederholen, Wiederholen!
3. genaue Ziele definieren
Eine neue Routine möchtest du sicher nicht ohne Grund einführen. Definiere daher ein klares Ziel, dass du erreichen willst. Das hilft dir, deine Fokus zu schärfen und gibt dir zusätzliche Motivation. Definiere dein Ziel dabei so genau wie möglich, damit du auch sicherstellen kannst, dass deine neue Routine zu deinem gewünschten Ergebnis führt.
4. Sei nachsichtig mit dir
Besonders am Anfang ist es schwer neue Routinen in deinen bestehenden Alltag einzubinden. Du wirst sicher auch auf das ein oder andere Hindernis stoßen oder Tage verpassen, an denen du deine neue Aktivität nicht ausübst. Es ist wichtig, realistische Erwartungen zu haben und dir selbst die notwendige Zeit zu geben, um neue Gewohnheiten zu entwickeln. Ebenso ist es entscheidend, flexibel zu bleiben und Anpassungen vorzunehmen, wenn unerwartete Herausforderungen auftreten.
5. Verfolge deine Fortschritte
Mache deine Fortschritte sichtbar. Ob in Form einer Checkliste, eines Kalenders oder mithilfe einer App, diese visuelle Darstellung deiner Fortschritte kann dir Motivation geben dran zu bleiben und wertzuschätzen, wie weit du bereit gekommen bist. Ein weiterer Vorteil ist, dass du genau siehst, welche Routinen gut funktionieren und wo du möglicherweise noch Änderungen vornehmen musst.
Routinen sind fester Bestandteil unseres Alltags. Ich hoffe, dieser Artikel hilft dir dabei, die Routinen in deinen Alltag einzubinden, die du dir vorgenommen hast. Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, könnten dich auch diese Themen interessieren:
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