Resteküche, früher vollkommen normal, heute durch die Vielzahl an Einkaufsmöglichkeiten und Rezeptideen in sozialen Medien ein bisschen aus der Mode gekommen. Was bringt dir die Resteküche und wie kann die Shelftember Challenge dein Lebensmittelbudget reduzieren?
Was bedeutet Resteküche und was bringt sie dir?
Resteküche bezieht sich auf die kreative und effiziente Nutzung von übrig gebliebenen Lebensmitteln, um neue Gerichte zu kreieren und Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Dabei geht es nicht nur um bereits zubereitete Gerichte, sondern auch um angebrochene Lebensmittelverpackungen, die du im Schrank stehen hast. Das Gleiche gilt für Produkte in deinem Kühl- oder Gefrierschrank. Das Ziel ist es, die Lebensmittel vollständig aufzubrauchen, bevor sie schlecht werden oder du neue kaufst.
Die Resteküche ist eine sehr nachhaltige und ressourcenschonende Art, mit Lebensmitteln umzugehen. Noch in der Generation unserer Großeltern war diese Art zu kochen weit verbreitet und vollkommen selbstverständlich. Es gibt viele überzeugende Gründe, warum auch du regelmäßig Lebensmittelreste zu leckeren Mahlzeiten verarbeiten solltest:
Sparen beim Lebensmitteleinkauf
Plane deine Mahlzeiten rund um die Zutaten, die du bereits zu Hause hast. Kaufe nur die Lebensmittel ein, die du benötigst, um die Mahlzeit ausgewogen und vollständig zu machen. Du wirst schnell merken, dass du bei deinem Lebensmittelbudget deutlich sparst.
Lebensmittelverschwendung vermeiden
Indem du deine Lebensmittel aufbrauchst, bevor sie schlecht werden und weggeworfen werden müssen, leistest du einen großen Betrag dazu, Lebensmittelverschwendung zu verringern. Was du über das MHD auf Lebensmittelverpackungen wissen solltest, liest du hier.
Neue Rezepte ausprobieren
Resteküche erfordert Kreativität. Nicht immer hast du alle nötigen Zutaten zu Hause. Dann heißt es austauschen. Viele Lebensmittel kannst du durch andere ersetzen und das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen.
Bewusst konsumieren
Wenn du bewusst darauf achtest, erst vorhandene Lebensmittel aufzubrauchen, bevor du neues kaufst, ändert sich auch dein Konsumverhalten. Du entwickelst ein Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln.
Wenn dich das Thema Resteküche interessiert, du allerdings eine neue Herausforderung suchst, kann ich dir die jährliche Shelftember Challenge empfehlen.
Was ist die Shelftember Challenge?
Die Shelftember Challenge ist jedes Jahr aufs neue wieder eine Herausforderung für mich und ein Highlight in meinem Jahresplan. Aber was genau ist das eigentlich?
Diese Challenge bringt die Themen Resteküche, Resteverwertung und Sparen beim Lebensmitteleinkauf auf ein ganz neues Level. Der Begriff »Shelftember« ist ein Wortspiel und setzt sich aus dem englischen Wort Shelf (dem Regal) und einem Teil des Wortes September zusammen, was darauf anspielen soll, dass diese Challenge jährlich im September stattfindet. Natürlich kannst du sie auch zu jedem anderen Zeitpunkt im Jahr machen. Das Ziel ist es zu versuchen einen Monat lang vor allem Lebensmittel zu konsumieren, die du bereits zu Hause hast. Es ist also eine extreme Form der Resteküche, um bei deinem Lebensmittelbudget einen großen Anteil zu sparen.
Kann ich an dieser Challenge auch ohne eine große Vorratshaltung teilnehmen?
Jetzt fragst du dich sicher, wie das überhaupt funktionieren kann, wenn du nicht eine extra große Vorratshaltung hast, auf die du in dieser Zeit zurückgreifen kannst. Du musst natürlich nicht komplett auf den Lebensmitteleinkauf verzichten. Das Ziel dieser Challenge ist es in der Woche nicht mehr als 25 € -50 € für die gesamte Familie auszugeben. Das ist wahrscheinlich deutlich weniger, als du normalerweise ausgeben würdest. Aber genau darum geht es auch. Dieses kleine Lebensmittelbudget ist vor allem für frische Produkte wie Obst, Gemüse, Milch und Brot gedacht.
Meine Erfahrungen mit der Resteküche beim Shelftember
Ich mache diese Challenge in diesem Jahr bereits zum fünften Mal und ich kann dir versichern, dass es machbar ist. Es ist eine ziemliche Herausforderung, aber es macht Spaß kreativ zu werden und wir sind jedes Mal aufs neue erstaunt, wie viele Lebensmittel wir doch noch zu Hause haben, mit denen man etwas Leckeres zaubern kann. Ist es Sterneküche? Nein. Sind die Kombinationen manchmal etwas wild? Definitiv! Aber hungern mussten wir kein einziges Mal.
Ist der Shelftember und die Reduzierung dauerhaft? Definitiv nicht! Sieh diese Challenge eher wie eine Saftkur für dein Lebensmittelbudget. Ähnlich wie bei der No-Spend-Challenge geht es darum, deinen Konsum genauer unter die Lupe zu nehmen und deine Kaufgewohnheiten infrage zu stellen.
Tipps für die Resteküche und den Shelftember
Diese Tipps sollen dir helfen, Geld aus deinem Lebensmittelbudget zu sparen und die Shelftember Challenge erfolgreich abzuschließen.
- Verschaffe dir einen genauen Überblick über alle Lebensmittel, die du bereits zu Hause hast. Egal ob im Kühl-, Gefrier- oder Vorratsschrank. Notiere sie dir auf einem Stück Papier und erstelle so eine Inventarliste. Das macht es später einfacher, Ideen für deine Resteküche zusammenzustellen.
- Geh nur einmal in der Woche einkaufen. So ist die Versuchung kleiner Impulskäufen zu verfallen. Wenn es dir hilft, kannst du auch ausschließlich mit Bargeld in Höhe deines gesetzten Lebensmittelbudgets in den Supermarkt gehen.
- Vermeide Fertigprodukte und koche so viel wie möglich selbst. Auch selbstgebackenes Brot und andere Backwaren können eine gute Möglichkeit sein, Geld zu sparen.
- Substituiere fehlende Lebensmittel. Viele Zutaten lassen sich problemlos austauschen. Wenn du dir unsicher bist, kannst du nach passenden Alternativen im Internet suchen.
- Verwende Grundnahrungsmittel, wie Nudeln, Kartoffeln, Reis oder Bohnen. Sie strecken deine Mahlzeiten, sind kostengünstig, machen satt und sind nährstoffreich.
- Mach deine Mahlzeiten nicht zu kompliziert. Nicht jede Mahlzeit muss ein Festessen, mit vielen verschiedenen Komponenten, sein. Viele Lebensmittel lassen sich schnell und einfach zu schmackhaften Mahlzeiten zusammenstellen. Auf die richtige Würze kommt es an.
Mein Fazit zur Resteküche
Die Resteküche ist eine gute Angewohnheit, für das gesamte Jahr. Sie hilft nicht nur dabei, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, sondern fördert auch deine Kreativität in der Küche und eine bewusste Ernährungsweise. Weiterhin lernst du Gerichte zu improvisieren und neue Geschmackskombinationen zu entdecken. Du sparst Geld, indem du weniger oft neue Lebensmittel kaufen musst und das volle Potenzial der bereits gekauften Produkte ausschöpfst.
Eine Shelftember Challenge kann dir dabei helfen, deine bekannten Muster infrage zu stellen und einen Fokus auf deine Kaufgewohnheiten zu legen. Obwohl sie mit Absicht sehr herausfordernd ist, kannst du sie jederzeit auf deine Situation anpassen.
Ich persönlich kann es kaum erwarten, bis die diesjährige Shelftember Challenge startet und ich meine Resteküche so richtig zum Brodeln bringe. Wie sieht es mit dir aus? Bist du auch motiviert? Diese Themen können auch hilfreich sein:
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