Ein sauberes Zuhause fühlt sich einfach gut an – es sorgt für Wohlbefinden und gibt dir das Gefühl, alles im Griff zu haben. Doch Putzen muss nicht gleich stressig oder zeitaufwendig sein! Mit der richtigen Putzroutine kannst du den Haushalt ganz entspannt organisieren, ohne dass sich die Arbeit stapelt. Egal, ob du jeden Tag ein bisschen was machst oder einmal pro Woche alles gründlich anpackst, es gibt für jeden Lebensstil die passende Methode. In diesem Artikel zeige ich dir verschiedene Putzroutinen, mit denen du dein Zuhause blitzblank hältst – ganz ohne Stress!
Wenn ich an eine Putzroutine denke, ist mir lange Zeit das Bild meiner Familie beim Hausputz am Wochenende vor Augen gekommen. Dieser hat gerne mal einen halben – manchmal sogar einen ganzen Tag am Wochenende in Anspruch genommen. Erst viele Jahre später habe ich gelernt, dass es viele unterschiedliche Varianten gibt, um ein Zuhause dauerhaft ordentlich zu halten. Im Folgenden möchte ich dir unterschiedliche Putzroutinen vorstellen, dir Beispiele geben, wie du sie in deinen Alltag einbinden kannst und überlegen, welche Vor- bzw. Nachteile die einzelnen Routinen haben. Einen großen Vorteil haben alle Putzroutinen gemeinsam, dein Hause wird sauber, ordentlich und einladend!
Die Putzroutine für den Alltag
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum gibt es unterschiedliche Putzroutinen? Kannst du nicht einfach den Staubsauger in die Hand nehmen und los geht’s? Natürlich geht das auch. Mein Ziel ist es, dir dabei zu helfen, deinen Alltag einfacher und stressfreier zu gestalten. Daher stelle ich dir unterschiedliche Putzroutinen vor, die du optimal an dein Leben anpassen kannst.
Das Wichtigste, bei der Wahl deiner Routine ist, dass sie zu dir und deinem Alltag passt. Die Putzroutine kann noch so durchdacht sein, wenn sie nicht zu dir passt, wirst du sie auch nicht dauerhaft in dein Leben integrieren können. Es lohnt sich also ein bisschen herumzuprobieren und den besten Weg für dich zu finden.
Natürlich gibt es auch noch speziellere Aufgaben im Haushalt, die nur hin und wieder anfallen. Das kann beispielsweise der jährliche Frühjahrsputz sein, das Waschen der Vorhänge, die Reinigung des Geschirrspülers oder das Aufräumen deines Kleiderschranks.
Die tägliche Putzroutine
Die tägliche Putzroutine sorgt dafür, dass dein Zuhause durch viele kleine Handgriffe dauerhaft ordentlich bleibt. Dein Zuhause wird so vor starken Verschmutzungen geschützt und du kannst mit wenig Anstrengung eine saubere Umgebung aufrechterhalten. In der Regel lassen sich die Aufgaben in etwa 30 Minuten erledigen. Auch die 1-Minute-Regel kann helfen: Alles, was du in einer Minute oder weniger erledigen kannst, machst du sofort. Egal, wann die Aufgabe anfällt.
So könnte deine tägliche Routine aussehen:
- Mach dein Bett.
- Spüle das Geschirr nach jeder Mahlzeit ab oder räume es in die Spülmaschine.
- Wische Arbeitsflächen und Esstisch ab.
- Spüle nach jeder Benutzung das Waschbecken aus.
- Reinige Badspiegel und Toilette täglich.
- Reinige verschmutzte Böden (kehren, staubsaugen und/oder wischen). Besonders in stark beanspruchten Bereichen, wie der Küche oder dem Essbereich.
- Wische verschmutzte Oberflächen ab oder entstaube sie.
- Räume herumliegende Dinge an ihren Platz zurück (z. B. Kleidung, Bücher, Kinderspielzeug).
Vorteile:
- Ständige Sauberkeit: Dein Zuhause bleibt dauerhaft aufgeräumt und sauber.
- Wenig Aufwand: Da du nur kleinere Aufgaben erledigst, geht die tägliche Reinigung sehr schnell (ca. 15–30 Minuten).
- Weniger Stress: Es entstehen keine „Berge“ an Arbeit, weil du alles kontinuierlich sauber hältst.
Nachteile:
- Disziplin erforderlich: Du musst dich daran gewöhnen, täglich zu putzen, was gerade an stressigen Tagen schwerfallen kann.
- Keine tiefe Reinigung: Die tägliche Routine hält dein Zuhause zwar grundsätzlich sauber, ersetzt aber keine gründliche Reinigung.
Der große Wochenendputz
Ob am Wochenende oder an einem Wochentag, ganz egal. Bei dieser Variante wird der ganze Hausputz an einem Tag in der Woche erledigt. Hier kannst du größere Aufgaben sehr gründlich angehen. Je nach Größe und Verschmutzungsgrad deiner Wohnung kann dies schnell zwei bis drei Stunden in Anspruch nehmen.
Ein Beispiel für den großen Wochenendputz:
- Staubwischen: Staube alle Möbel und schwer zugänglichen Stellen, wie Regale oder Fensterbänke, ab.
- Böden gründlich reinigen: Dazu gehören kehren, staubsaugen und wischen.
- Badezimmer gründlich reinigen: Putze gründlich die Dusche, die Toilette, das Waschbecken und den Spiegel.
- Küche: Wische die Arbeitsflächen ab, reinige den Herd sowie Backofen reinigen, wische den Kühlschrank aus und leere die Mülltonnen.
- Bettwäsche wechseln: Beziehe die Betten frisch und wasche die schmutzige Bettwäsche.
- Fenster: Bei Bedarf kannst du Fenster und Spiegel reinigen.
Vorteile:
- Gründliche Reinigung: Du reinigst das komplette Wohnumfeld einmal in der Woche, was für ein sauberes und frisches Zuhause sorgt.
- Effizient: Du kannst dich auf alle Putzaufgaben gleichzeitig konzentrieren, anstatt sie zu verteilen.
- Freiraum unter der Woche: Da der Großteil der Reinigung am Wochenende gemacht wird, hast du unter der Woche weniger zu tun.
Nachteile:
- Zeitaufwendig: Der große Wochenendputz kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen, was viel Zeit deines Wochenendes in Anspruch nimmt.
- Überwältigend: Wenn viel Schmutz und Unordnung entsteht, kann der Wochenendputz anstrengend und stressig werden.
- Flexibilität: Es kann schwierig sein, deinen Putzplan einzuhalten, wenn du am Wochenende andere Verpflichtungen oder Pläne hast.
Die Putzroutine nach Aufgaben
Bei dieser Putzroutine liegt der Fokus auf den einzelnen Aufgaben im Haushalt. Sie werden auf die einzelnen Tage der Woche verteilt, um die tägliche Arbeitslast zu verringern. Alle Bereiche deines Zuhauses werden auf diese Weise regelmäßig und gründlich gereinigt.
Deine Putzroutine nach Aufgaben könnte beispielsweise so aussehen:
- Montag: Staubwischen
- Dienstag: Böden saugen und wischen
- Mittwoch: Badezimmer putzen
- Donnerstag: Küche gründlich reinigen
- Freitag: Wäsche waschen und falten
- Samstag: Fenster und Spiegel reinigen
- Sonntag: Ruhetag oder leichte Aufräumarbeiten
Vorteile:
- Strukturierte Reinigung: Jeder Tag hat eine klare Aufgabe, was den Überblick erleichtert und eine gleichmäßige Verteilung deiner Arbeit ermöglicht.
- Kein Stress an einem Tag: Da Aufgaben über die Woche verteilt werden, hast du nie zu viele Aufgaben an einem Tag.
- Flexibilität: Wenn du an einem Tag keine Zeit hast, kannst du die Aufgabe leicht auf den nächsten Tag verschieben.
Nachteile:
- Nicht täglich sauber: Manche Bereiche werden im Laufe der Woche unordentlich oder schmutzig, bevor sie an ihrem geplanten Tag gereinigt werden.
- Erfordert Konsistenz: Diese Methode funktioniert nur gut, wenn du dich an den Plan hältst. Ausgefallene Tage müssen nachgeholt werden.
- Unpassend für spontane Gäste: Wenn Besuch kommt, könnte dein Zuhause an dem Tag nicht in optimalem Zustand sein, weil bestimmte Aufgaben noch nicht erledigt wurden.
Putzen mithilfe von Zonen
Ähnlich der Putzroutine nach Aufgaben ist die Routine anhand unterschiedlicher Zonen. Dafür teilst du dein Zuhause in verschiedene Bereiche ein. Die Anzahl der Zonen variiert anhand der Größe der einzelnen Bereiche und der Anzahl an Personen, die sich am Hausputz beteiligen. Du kannst jeden Tag eine Zone putzen oder dich jede Woche um die gründliche Reinigung einer Zone kümmern, sodass du im Laufe eines Monats alle Bereiche gründlich gereinigt hast.
Beispiel für die Einteilung in Zonen:
- Zone 1: Eingangsbereich, Flur und Gäste-WC
- Zone 2: Küche und Essbereich
- Zone 3: Wohnzimmer und Arbeitszimmer
- Zone 4: Schlafzimmer und Kinderzimmer
- Zone 5: Badezimmer und Abstellkammer
Vorteile:
- Gründliche Reinigung nach und nach: Jede Zone wird gründlich gereinigt, sodass nichts übersehen wird.
- Effizient: Diese Methode ermöglicht es, dass du dich auf einen Bereich des Hauses/der Wohnung konzentrierst, was die Reinigung oft effektiver macht.
- Flexibel: Die Arbeitslast ist überschaubar und nach Bedarf kannst du die Zonen untereinander tauschen, wenn ein Bereich dringend eine Reinigung benötigt.
Nachteile:
- Zonen werden seltener gereinigt: Bestimmte Bereiche, die stark beansprucht werden (wie Küche oder Badezimmer), könnten nicht oft genug gründlich gereinigt werden.
- Planung erforderlich: Du musst gut organisiert sein, um sicherzustellen, dass jede Zone die notwendige Aufmerksamkeit bekommt.
- Unsaubere Bereiche: Wenn ein Bereich, der gerade nicht in der aktuellen Zone liegt, zwischendurch dreckig wird, muss er außerplanmäßig gereinigt werden.
Alle diese Routinen lassen sich beliebig anpassen und verändern. Du kannst weitere Aufgaben hinzufügen oder auch welche entfernen. Baue dir so genau die Putzroutine zusammen, die zu dir passt und schrecke nicht davor zurück, sie in der Zukunft anzupassen, wenn du merkst, dass Änderungen nötig sind.
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