Ob im Salatdressing, im Garten oder im Haushalt. Essig ist ein wahres Wundermittel. Der sauer riechende Alleskönner überrascht mich immer wieder mit neuen Einsatzmöglichkeiten. Putzen mit Essig ist umweltfreundlich, wirksam und außerdem extrem kostengünstig.
Hast du im Drogeriemarkt oder in der Haushaltsabteilung im Supermarkt auch schon einmal vor den vollen Regalen gestanden und warst mit der Auswahl an Putzmitteln vollkommen überfordert?
Die vielen unterschiedlichen Chemikalien versprechen kraftvolle Reinigung für ganz spezielle Bereiche deines Haushalts und so ist der Putzschrank schnell voll mit den unterschiedlichsten Reinigern. Essig hingegen ist der eine Alleskönner, der viele dieser Produkte überflüssig macht. Aber warum sollte man mit Essig putzen, statt mit herkömmlichen Reinigern?
Warum solltest du mit Essig putzen?
Essig hat viele Vorteile und ist in fast jedem Haushalt zu finden. Als Gewürz in der Küche ist Essig nicht wegzudenken, aber auch als Putzmittel wird er immer beliebter.
Natürlich und umweltfreundlich
Essig enthält keine schädlichen Chemikalien und ist biologisch abbaubar. Der Einsatz im Haus und Garten ist daher unbedenklich für dich und die Natur.
In vielen herkömmlichen Reinigern können Chemikalien enthalten sein, die die Umwelt belasten und nur schwer oder gar nicht abbaubar sind. Essig ist daher eine umweltbewusste Alternative zu den üblichen Reinigungsmitteln. Du, als Verbraucher kannst dabei helfen, dass weniger Schadstoffe in die Umwelt gelangen.
Putzen mit Essig ist kostengünstig
Putzen mit Essig schont nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Geldbeutel. Im Supermarkt ist eine Literflasche mit einfachem Haushaltsessig oft schon für ein bis zwei Euro zu bekommen. Im Großhandel oder Online gibt es natürlich auch deutlich größere Kanister mit Essig. Der Preis pro Liter sinkt dabei meist noch etwas.
Durch die vielen unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten sparst du dir viele verschiedene Reiniger, die nur für spezielle Bereiche in deinem Haushalt gedacht sind. Besonders in der Kombination mit weiteren natürlichen Reinigungszutaten wie Natron, Backpulver oder Zitronensäure kannst du die Reinigungskraft von Essig noch einmal deutlich steigern. Dies macht Essig zu einer kraftvollen und preisgünstigen Allzweckwaffe in deinem Putzschrank.
Putzen mit Essig wirkt geruchsneutralisierend
Schlechte Gerüche lassen sich mithilfe von Essig leicht entfernen. Aufgrund seines sauren pH-Werts kann er Bakterien abtöten, die zu ungewollten Gerüchen führen. Dadurch werden unangenehme Gerüche nicht nur überdeckt, sondern kraftvoll beseitigt. Besonders um deine Wäsche aufzufrischen ist Essig ideal und ich verspreche dir, dass man den Essig im Anschluss nicht an deiner sauberen Kleidung riecht. Über die desinfizierende Kraft von Essig gibt es allerdings geteilte Meinungen.
Welcher Essig ist der Richtige zum Putzen?
Apfelessig, Rotweinessig, Branntweinessig (Tafelessig) oder Essigessenz, die Reihe an unterschiedlichen Essigsorten ist lang. Putzen mit Essig klingt gut, aber welcher ist der Richtige?
Hier muss ich sagen, das kommt ganz darauf an, für welchen Zweck du den Essig verwenden willst. Am häufigsten ist Tafelessig oder Essigessenz als Putzmittel im Einsatz.
Tafelessig: Der klassische Haushaltsessig, den man in jedem Supermarkt findet. In diesem Produkt sind etwa fünf bis zehn Prozent Essigsäure enthalten. Dieser Essig kann in vielen Bereichen unverdünnt direkt zur Reinigung verwendet werden. Auch als Entkalker wirkt er wahre Wunder.
Essigessenz: Dies ist ein Essig mit einer höheren Konzentration an Essigsäure. Essigessenz enthält in der Regel etwa 15 % bis 25 % Essigsäure. Diese Konzentration ist für fast alle Anwendungsbereiche im Haushalt zu hoch. Du solltest die Essigessenz daher vor dem Einsatz verdünnen. Besonders bei hartnäckigen Verschmutzungen ist Essigessenz ein kraftvoller Reiniger. Vorsichtig gilt auf empfindlichen Oberflächen.
Achtung! Nicht zu verwechseln mit reiner Essigsäure. Diese ist extrem ätzend und außerdem entzündlich. Sie ist nicht für den Einsatz im Haushalt gedacht und wird vor allem in der Industrie verwendet.
Auch Apfelessig findet als Reiniger seinen Einsatz. Dieser ist deutlich milder als Tafelessig oder Essigessenz und kann daher auch auf Oberflächen, wie zum Beispiel Holz, die eine sanftere Reinigung benötigen, verwendet werden.
Rotwein- oder Balsamicoessig finden ihren Einsatz vor allem in der Küche, bei der Zubereitung von Dressings und Speisen. Als Reinigungsmittel werden sie eher selten verwendet. In einigen Fällen können diese Essigsorten allerdings auch als Putzmittel verwendet werden. Ähnlich wie Apfelessig können Möbel damit gereinigt werden.
Bei der Reinigung von Möbeln und Oberflächen, besonders bei empfindlicheren Materialien, sei allerdings gesagt, dass du am besten an einer unauffälligen Stelle testest, ob das Putzen mit Essig für diesen Bereich geeignet ist, um größere Schäden zu vermeiden.
Einsatzgebiete im Haushalt
Beim Putzen mit Essig gibt es unzählige Einsatzgebiete. Einige Möglichkeiten, die ich selbst regelmäßig im Haushalt nutze, möchte ich dir im Folgenden auflisten:
- Beim Wäschewaschen entfernt Essig unschöne Gerüche und hilft gleichzeitig als natürlicher Weichspülerersatz.
- Als Reiniger für die Waschmaschine. Entferne muffige Gerüche aus der Maschine. Deine Wäsche riecht im Anschluss deutlich frischer. Besonders wirksam ist der Essig gemeinsam mit einer Portion Natron.
- Du kannst Essig auch als natürlichen Entkalker verwenden. Ob Wasserkocher, Kaffeemaschine oder Armaturen, Essig wirkt kraftvoll gegen die Ablagerungen und entfernt sie mühelos.
- Weitere Bereiche, in denen Essig schlechte Gerüche entfernt, sind der Kühlschrank und die Mülleimer. Bakterien verursachen diese Gerüche. Diese kannst du mit Essig ganz einfach bekämpfen.
- Entfernung von Fett und Verschmutzungen in der Küche.
- Auch um Abflüsse zu reinigen eignet sich Essig hervorragend. Du verhinderst damit schlechte Gerüche, Ablagerungen und die Verstopfung der Rohre. Zusammen mit etwas Backpulver werden die Abflüsse schnell wieder sauber.
- Kennst du auch diese kleinen schwarzen Flecken, die Fliegen an Wänden, Möbeln und Lampen hinterlassen? Du bekommst diese Flecken mit etwas Essig im Handumdrehen entfernt.
Wenn du noch mehr Ideen brauchst, in welchen Bereichen du Essig als natürlichen Alleskönner einsetzen kannst, findest du hier eine ausgiebige Liste mit Ideen.
Was solltest du nicht mit Essig reinigen?
Es gibt einige Oberflächen und Materialien, die du nicht mit Essig reinigen solltest bzw. wo es nicht ratsam ist.
- Marmor und andere Natursteine: Die Säure kann die empfindlichen Oberflächen beschädigen und dazu führen, dass sie ihren Glanz verlieren.
- nicht versiegeltes Holz: Die Säure kann das empfindliche Material angreifen. Das Holz kann spröde werden, aufquellen oder sich verfärben.
- Silikon: Die Säure kann die Weichmacher entziehen und dazu führen, dass das behandelte Silikon spröde wird.
- Gusseisen: Auch hier kann die Säure die Oberfläche angreifen und diese beschädigen.
Diese Liste lässt sich sicherlich noch weiter fortführen. Informiere dich daher am besten vorab, ob Essig das geeignete Reinigungsmittel für deinen Anwendungsfall ist.
Essig ist ein wahres Wundermittel. Ich hoffe, ich konnte dir einige Ideen mitgeben, wie du ihn in deinem Haushalt anwenden kannst. Wenn dieser Artikel für dich hilfreich war, könnten dich auch diese Themen interessieren:
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