Ordnung schaffen, ist das eine, dann aber die Wohnung auch dauerhaft ordentlich zu halten was ganz anderes. Jeder kennt es, man putzt die ganze Wohnung, alles strahlt und wirkt einladend. Oft wird daraus ein Tagesevent. So habe ich schon den ein oder anderen Samstag verbracht. Aber schon kurze Zeit später liegen wieder überall Stapel mit Dingen herum, der Abwasch türmt sich und die Ergebnisse der letzten Putzaktion scheinen wie weggeblasen. Das muss nicht sein! In diesem Blogpost möchte ich dir Tipps mit auf den Weg geben, wie du in deiner Wohnung dauerhaft Ordnung schaffen kannst.
Was bringt mir eine aufgeräumte Wohnung?
Wer hatte diesen Schreckmoment nicht schon einmal? Die Wohnung versinkt im Chaos und ganz spontan meldet sich Besuch an. Oh Schreck! Was nun? Jetzt sagen die einen … „Tja, wer sich so kurzfristig ankündigt, muss mit der dreckigen Wohnung klarkommen.“ Die meisten werden allerdings in Panik verfallen und versuchen die Wohnung so schnell wie möglich in einen vorzeigbaren Zustand zu versetzen. Wie wäre es allerdings, wenn deine Wohnung immer aufgeräumt aussehen würde und du die verbleibende Zeit bis der Besuch eintrudelt damit verbringen könntest, gemütlich Kaffee zu kochen und dich auf die Ankunft deiner Besucher zu freuen? Ein aufgeräumtes Wohnumfeld hat viele Vorteile:
- Innere Ruhe: Ein ordentlicher Wohnraum lädt zum Entspannen ein. Eine unordentliche Wohnung kann das Gehirn in einer negativen Art und Weise stimulieren, sodass Stress und Unruhe empfunden werden. Dies kann zu Überforderung führen, welche die Unordnung häufig noch schlimmer werden lässt, da man sich wie paralysiert fühlt. Ist deine Wohnung allerdings sauber und ordentlich, kann sich dein Geist beruhigen. Das hilft, um zu entspannen und abzuschalten. Insgesamt wirst du sicherlich feststellen, dass du zufriedener und produktiver bist, wenn dein Zuhause ordentlich ist.
- Mehr Gastfreundschaft: Ein aufgeräumtes Zuhause lädt eher dazu ein, deine Familie und Freunde zu empfangen. Der Gedanke, Besuch in einer unordentlichen Wohnung zu empfangen, ist für viele Menschen unangenehm, wenn nicht sogar peinlich. Ordnung schaffen, um mehr Zeit mit geliebten Menschen zu verbringen, ist es definitiv wert.
- Mehr Zeit: Die Zeitersparnis im Alltag ist definitiv ein großer Vorteil einer ordentlichen Wohnung. Wenn alle Gegenstände an ihrem Platz sind, musst du deutlich weniger Zeit mit Suchen verbringen. Auch der Zeitaufwand, um deine Wohnung zu putzen, reduziert sich deutlich, wenn du nicht erst einen Großteil der Zeit damit verbringen musst, Dinge an ihren Platz zu räumen oder Stapel hin und her zu räumen, um dort anschließend zu putzen.
- Weniger Ablenkung: Ordnung schaffen, wird dir dabei helfen, dich besser zu konzentrieren. In einem aufgeräumten Zuhause oder auch am Arbeitsplatz wirst du deutlich produktiver und fokussierter sein, da du nicht durch unnötige Unordnung abgelenkt wirst. Du kannst dich voll und ganz auf deine eigentliche Aufgabe konzentrieren.
- Kostenersparnis: Ein weiterer Vorteil, der einem im ersten Moment vielleicht nicht gleich einfällt, ist das Einsparen von Geld. Indem du vermeidest, Produkte doppelt zu kaufen, weil du nicht mehr weißt, dass du sie bereits besitzt oder weil du sie einfach nicht finden kannst, kannst du dein Budget effizienter nutzen. Durch die verbesserte Ordnung kannst du unnötige Ausgaben vermeiden und das Geld für andere wichtige Dinge oder Wünsche nutzen.
Aufräumen, Putzen, Aussortieren und Organisieren: Was zuerst und wo ist der Unterschied?
Putzen und Aufräumen werden häufig als Synonyme verwendet. Es ist jedoch sinnvoll, diese beiden Begriffe zu unterscheiden. Dann kommen auch noch aussortieren und organisieren hinzu. Ordnung schaffen gelingt vor allem dann, wenn alle vier Bereiche zusammen spielen. Doch wo ist der Unterschied und womit sollte man anfangen?
- Aufräumen: Beim Aufräumen geht es darum, alle Gegenstände wieder an ihren Platz zu räumen. Das können benutzte Gegenstände, Spielzeug, Bücher oder Wäsche sein. Das Ziel ist es, dass der Wohnraum ordentlich aussieht. Allerdings ist damit nicht das Entfernen von Verschmutzungen oder das Aussortieren ungenutzter Gegenstände gemeint.
- Putzen: Im Gegensatz zum Aufräumen ist mit Putzen wirklich das Entfernen von Schmutz in der Wohnung gemeint. Das sind Tätigkeiten wie Staub wischen und saugen, Fenster putzen, die Reinigung der Böden und Bäder. Das Ziel ist es, dass die Wohnung sauber und hygienisch ist.
- Aussortieren: Aussortieren wird dir beim Ordnung schaffen helfen. Das Ziel ist es, dass du alle ungenutzten und ungewollten Gegenstände aus deiner Wohnung entfernst. Du kannst sie spenden, verkaufen, verschenken oder wegwerfen. Alle Gegenstände, die dir keinen Nutzen stiften, sollten deine Wohnung verlassen. Du schaffst Platz und sowohl das Aufräumen als auch das Putzen werden dir in Zukunft deutlich einfacher von der Hand gehen, da du weniger Gegenstände verwalten musst. Möchtest du deine Wohnung aussortieren, dann probiere es doch einmal mit einer 30 Tage Aussortier-Challenge. Wie das geht, erkläre ich dir hier.
- Organisieren: Bring System in dein Zuhause. Organisieren bedeutet für alle Gegenstände einen festen Platz zu finden und ähnliche Gegenstände zu gruppieren. Das Ziel ist es, dass alles übersichtlich und leicht zugänglich ist. Eine organisierte und aussortierte Wohnung wird dir das Aufräumen und Putzen deutlich erleichtern.
Jetzt ist natürlich die Frage. Wo fängt man an? Was ist das Wichtigste? Ordnung schaffen umfasst alle vier Aufgaben. Nur wenn alle Elemente zusammenspielen, wird es dir dauerhaft gelingen, ein ordentliches Zuhause zu schaffen und diese Ordnung auch beizubehalten. Ich empfehle dir, mit dem Aussortieren zu beginnen. Wenn alle unnötigen Gegenstände entfernt sind, wird dir das Aufräumen und anschließende Putzen deutlich leichter fallen. Wenn du ein sauberes und angenehmes Wohnumfeld geschaffen hast, ist das die ideale Basis, um zu organisieren. Mit den verbleibenden Dingen behältst du einen besseren Überblick. Es ist einfacher, den Platz optimal zu nutzen und effiziente Systeme zu erschaffen.
Tipps zum Ordnung schaffen und halten – Wie klappt es?
Ordnung schaffen und halten kann im oft stressigen Alltag eine echte Herausforderung sein. Hier sind einige Tipps, wie du auch langfristig dein Ziel einer sauberen Wohnung erreichst:
- Routinen etablieren: Für einen langfristigen Erfolg musst du dir bewusst machen, dass aussortieren, aufräumen, putzen und organisieren keine einmaligen Aktivitäten sind. Viel mehr ist es wichtig, dass du Routinen in deinem Alltag etablierst, die dir beim Ordnung schaffen helfen werden.
- Geh strukturiert vor: Mach dir einen Plan und versuche dich so gut wie möglich daranzuhalten. Du kannst beispielsweise Raum für Raum vorgehen oder du teilst deine Wohnung in Bereiche oder Aufgaben ein. Probier fokussiert zu bleiben. Schnell lässt man sich ablenken, daher ist es wichtig, sich auf konkrete Bereiche zu fokussieren. Mach es dir dabei nicht zu kompliziert, um Überforderung zu vermeiden.
- Organisationssysteme einsetzen: Schaffe effiziente Systeme, die es dir erleichtern, im Alltag Ordnung zu halten. Das können unterschiedliche Aufbewahrungslösungen wie Kisten, Körbe und Boxen sein. Es sollte möglichst einfach sein, sich an das System zu halten.
- Gegenstände sofort wegräumen: Lass Unordnung gar nicht erst entstehen. Wenn du mit einem Gegenstand oder Produkt fertig bist, räume es direkt wieder an seinen Platz.
Wie gehe ich mit Rückschlägen um?
Du hast aufgeräumt, geputzt, aussortiert und organisiert. Aber trotzdem versinkt die Wohnung wieder im Chaos? Was kann der Grund dafür sein und wie gehst du am besten damit um?
Es ist vollkommen normal, dass eine Wohnung nicht immer 100 % sauber und ordentlich aussieht. Der Alltag ist oft stressig und andere Dinge haben oft Priorität. Lass dich nicht entmutigen. Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst und du dich überfordert fühlst, kann es hilfreich sein, dir einen Bereich herauszusuchen z.B. die Küche und dir einen 10 Minuten Timer zu stellen. Versuche so viel wie möglich in diesem Bereich aufzuräumen und zu putzen. Fokussiere dich dabei ausschließlich auf diesen Bereich und lass dich nicht von der Unordnung im Rest der Wohnung ablenken. Wenn der Wecker am Ende der 10 Minuten klingt, wirst du sicher einen deutlichen Unterschied erkennen können. Der Anfang ist gemacht. Das gibt dir hoffentlich Motivation, um mit anderen Bereichen in deiner Wohnung weiterzumachen.
Es ist außerdem sinnvoll, deine Organisationssysteme zu überdenken. An welchen Stellen funktionieren diese noch nicht und was könnte der Grund sein? Möglicherweise kann dir auch weiteres Aussortieren dabei helfen, einfacher Ordnung zu schaffen.
Fazit – Ordnung schaffen und langfristig halten
Ordnung schaffen und dauerhaft aufrechterhalten, ist nicht einfach. Wichtig ist, dass du dich nicht entmutigen lässt, sollte es mal eine Zeit lang nicht gelingen. Passe Routinen und Systeme so an dein Leben an, dass es dir möglichst einfach fällt, ein sauberes Zuhause ohne großen Aufwand zu schaffen.
Gerne kannst du mir in den Kommentaren erzählen, ob meine Tipps auf dem Weg zu einer dauerhaft ordentlichen Wohnung für dich hilfreich sind.
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