Das Kinderzimmer ist ein Ort zum Spielen, Toben, Zurückziehen, Ausruhen und Aufwachsen. Es ist so viel mehr als der bloße Raum in dem die Sachen deines Kindes stehen. Viele Eltern kennen aber wahrscheinlich auch das Chaos, das in vielen Kinderzimmern herrscht nur zu gut. Wie kannst du deinem Kind helfen, Ordnung im Kinderzimmer zu schaffen und diese auch beizubehalten?
Warum ist Ordnung im Kinderzimmer wichtig?
Das Thema Ordnung im Kinderzimmer ist nicht nur eine Frage der Ästhetik. Es gibt noch viele weitere gute Gründe, die verdeutlichen, welchen Einfluss ein ordentliches Kinderzimmer auf das Wohlergehen und die Entwicklung deines Kindes haben. Dabei geht es nicht nur um kleine Kinder, mit all ihren Spielsachen, sondern auch um deine Teenager.
- Konzentration: Ein ordentliches Kinderzimmer reduziert Ablenkungen und hilft Kindern, sich auf eine Aufgabe oder das Spielen zu konzentrieren.
- Kreativität: Ein geordneter Raum gibt Kindern die Freiheit, ihre kreativen Ideen ohne Chaos auszuleben und neue Projekte zu starten.
- Lernen von Routinen: Regelmäßiges Aufräumen hilft Kindern, Routinen zu entwickeln und strukturiertes Verhalten zu erlernen.
- Selbstständigkeit & Verantwortung: Durch das Aufräumen lernen Kinder, Verantwortung für ihre eigenen Sachen zu übernehmen und selbstständig zu handeln.
- Sicherheit & Hygiene: Ein aufgeräumtes Zimmer reduziert Stolperfallen und sorgt für eine saubere, hygienische Umgebung.
- Wohlbefinden: Ein ordentlicher Raum schafft eine entspannte Atmosphäre, in der sich Kinder wohlfühlen und besser entspannen können.
5. Tipps für Ordnung im Kinderzimmer
Ordnung zu schaffen scheint manchmal vielleicht vollkommen unmöglich und du bist sicher auch schon hin und wieder daran verzweifelt, dass das Kinderzimmer in kürzester Zeit aussieht, als ob ein Tornado durchgegangen ist. Mit den folgenden fünf Tipps möchte ich euch helfen, Ordnung im Kinderzimmer zu schaffen und Strukturen zu entwickeln, die es erleichtern diese Ordnung im Anschluss auch zu halten.
1. Vorbild sein
Eltern legen den Grundstein für die Entwicklung des Kindes. Es ist daher von großer Bedeutung, dass du auch beim Thema Ordnung eine Vorbildfunktion erfüllst. Du zeigst deinen Kindern nicht nur, wie Ordnung schaffen funktioniert, sondern auch warum es wichtig ist.
Das gilt nicht nur fürs Kinderzimmer, sondern auch für den Rest des Zuhauses. Warum sollte ein Kind Ordnung im Kinderzimmer schaffen wollen, wenn der Rest der Wohnung chaotisch und unordentlich aussieht? Kinder nehmen ihre Umgebung genau wahr. Ein ordentliches Zuhause vermittelt ihnen ein Gefühl von Struktur und Sicherheit.
Das Vorleben von ordentlichen Gewohnheiten und regelmäßigem Aufräumen hilft Kindern dabei, diese Gewohnheiten selbst aufzugreifen, zu verstehen und anzuwenden. So vermittelst du bereits frühzeitig wichtige Konzepte, die dein Kind ein Leben lang gebrauchen kann.
2. Ordnung im Kinderzimmer – Weniger ist mehr
Weniger ist mehr! Dieser Spruch kommt nicht von ungefähr und macht auch vor dem Kinderzimmer nicht halt. Die meisten Kinder sind täglich mit einer Flut aus unterschiedlichen Spielsachen konfrontiert. Das macht nicht nur das Aufräumen schwieriger, sondern auch das Spielen. Da durch die Vielzahl an Spielsachen schnell ein Zustand der Überforderung eintreten kann.
Zwei Strategien können helfen, der Masse an Spielsachen zu begegnen. Die Erste ist Ausmisten. Oft gibt es genügend Spielsachen, mit denen dein Kind gar nicht mehr spielt, die kaputtgegangen sind oder bei denen Teile fehlen. Diese Sachen können aussortiert werden. Ob du dein Kind in den Prozess einbeziehst, da es dessen Besitztümer sind, ist dir als Elternteil überlassen. Aussortieren bietet sich vor allem vor Geburtstagen und Feiertagen, wie Weihnachten an. Da zu diesen Zeitpunkten häufig neue Spielsachen in den Haushalt kommen, solltet ihr vorher Platz schaffen.
Die zweite Strategie ist das Rotieren der Spielsachen. Wenn du bestimmte Spielsachen nicht weggeben möchtest, es aber dennoch zu viele Spielsachen sind, kannst du einen Teil einfach wegstellen. Nach einer gewissen Zeit, bei uns Zuhause beispielsweise etwa nach 7 bis 10 Tagen, werden die Spielsachen ausgetauscht. So hat dein Kind immer wieder „neue“ Dinge, die Spaß machen und die Aufmerksamkeit fordern, ohne dass ständig neue Spielsachen gekauft werden müssen.
3. Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kind
Aufräumen und Ordnung halten ist nicht einfach. Es ist eine Fähigkeit, die jeder von uns erst lernen muss. Auch dein Kind. Genauso wie es laufen oder Fahrrad fahren gelernt hat, muss die Fähigkeit Ordnung zu schaffen erst gelernt und geübt werden.
Es ist daher wichtig, dass du dein Kind nicht mit der Unordnung allein lässt, sondern dabei unterstützt den „Aufräummuskel“ zu trainieren. Indem du deinem Kind vorlebst, wie aufräumen funktionierst, gibst du die Möglichkeit zur Nachahmung. Auch spielerische Aufräumtechniken, wie „Wer findet zuerst den richtigen Platz für den Teddybär“ können die Fähigkeit deines Kindes stärken, Ordnung zu schaffen.
4. kindergeeignete Ordnungssysteme schaffen
Ein Grund für Unordnung können fehlende oder nicht passende Organisationssysteme sein. Wenn du es deinem Kind erleichtern willst Ordnung im Kinderzimmer zu halten, ist es wichtig auch die Ordnungssysteme kindgerecht anzupassen.
Das können farblich kodierte Behälter, visuelle Beschriftungen, Aufbewahrungsmöglichkeiten unter dem Bett oder transparente Aufbewahrungsbehälter sein. Auch Regale, Haken und Fächer auf einer Höhe, die dein Kind gut erreichen kann, helfen dabei, die Selbstständigkeit zu fördern.
Gut eignen sich Systeme, die nicht zu detailliert sind und auf die individuellen Bedürfnisse deines Kindes angepasst sind. Auch Aufbewahrungsmöglichkeiten in den Lieblingsfarben oder mit einem geliebten Motiv können die Freude am Ordnung halten vergrößern.
5. Routinen und Flexibilität
Routinen und Flexibilität – Zwei Themen, die sich auf den ersten Blick gegenüberstehen wie Feuer und Wasser. Dennoch sind beide Aspekte wichtig und haben ihren Platz.
Kinder benötigen gewisse Routinen. Sie geben ihnen Sicherheit, da sie genau wissen, was sie als Nächstes erwarten können. Zum Beispiel: „Bevor wir die Zähne putzen, räumen wir die Spielsachen auf.“ So bilden sich bereits in den ersten Lebensjahren gute Gewohnheiten. Du schaffst damit eine Normalität rund um das Thema aufräumen, da es ein Bestandteil der täglichen Routine ist.
Auf der anderen Seite gehört auch Flexibilität dazu. Besonders in den ersten Jahren ändern sich die Bedürfnisse deines Kindes regelmäßig, aber auch jugendliche Kinder gehen durch viele Veränderungsprozesse, die berücksichtigt werden sollten. So müssen mit der Zeit möglicherweise auch Organisationssysteme oder etablierte Abläufe angepasst werden, damit sie in euren Familienalltag passen.
Diese 5 einfachen Tricks helfen deinem Kind und dir hoffentlich dabei, Ordnung im Kinderzimmer zu schaffen. Wenn dieser Artikel hilfreich war, könnten dich auch diese Themen interessieren:
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