In einer Welt, die zunehmend um Umweltbewusstsein und Gesundheit bemüht ist, gewinnen natürliche Reinigungsmittel immer mehr an Bedeutung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten, die oft aggressive Chemikalien enthalten, bieten natürliche Reinigungsmittel eine gesunde und nachhaltige Alternative. Sie sind nicht nur wirksam bei der Beseitigung von Schmutz und Gerüchen, sondern schonen auch empfindliche Oberflächen. Diese Eigenschaften machen sie zu einer bevorzugten Wahl für all diejenigen, die Wert auf eine umweltfreundliche und gesunde Reinigung ihres Zuhauses legen.
Natürliche Reinigungsmittel – Was sind die Vorteile?
Hausmittel und natürliche Reinigungsmittel waren eine Zeit lang komplett vom Radar verschwunden. Noch für meine Großeltern waren die meisten natürlichen Reiniger, wie Essig, Natron oder Kernseife ein vollkommen selbstverständliches Putzmittel. Nun erfreuen sie sich mittlerweile wieder einer wachsenden Beliebtheit und das ganz zurecht. Hier sind einige überzeugende Gründe, für den Einsatz von Natron, Essig und Co. in deinem Haushalt:
- preiswert: Natürliche Reinigungsmittel sind im Vergleich zu vielen herkömmlichen Reinigungsprodukten kostengünstig. Diese Zutaten sind oft bereits in der Küche vorhanden. Dadurch sparst du nicht nur Geld, sondern reduzierst auch die Ausgaben für teure Reinigungsmittel.
- keine schädlichen Chemikalien: Sie enthalten keine aggressiven Chemikalien, die Gesundheit und Umwelt belasten.
- vielseitiger Einsatz: Sie sind für eine breite Palette von Reinigungsaufgaben geeignet, von der Entkalkung bis zur Fleckenentfernung.
- wirkungsvolle Reinigung: Die Reinigungsleistung ist eines der wichtigsten Kriterien, wenn es um Putzmittel geht. Nur weil es natürliche Reinigungsmittel sind, heißt das nicht gleich, dass sie keine Wirkung haben, ganz im Gegenteil. Sie zeichnen sich durch ihre kraftvolle Reinigungswirkung aus.
- Reduzierung von Verpackungsmüll: Natürliche Reinigungsmittel können oft in großen Verpackungen gekauft werden und du brauchst nur eine kleine Menge, um die volle Reinigungsleistung zu erzielen. Außerdem kannst du aus den einzelnen Hausmitteln selbst ganz einfach weitere Reinigungsmittel zusammenstellen, so kannst du viel Verpackungsmüll vermeiden.
Na, haben dich diese Gründe für den Einsatz von natürlichen Putzmitteln überzeugt? Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, sie auch in deinem Haushalt einzusetzen. Im Folgenden habe ich dir einen Überblick über die beliebtesten natürlichen Putzmittel zusammengestellt.
Natürliche Reinigungsmittel – Ein Überblick
Im Folgenden findest du einen Überblick, über die sechs bekanntesten Hausmittel, die du für deinen Hausputz verwenden kannst, sowie ein paar Anregungen für die Anwendung.
Essig
Wenn du an natürliche Putzmittel denkst, kommt dir wahrscheinlich als eines der ersten Hausmittel Essig in den Kopf und das ganz zurecht. Essig ist ein wahrer Alleskönner im Haushalt. Ob beim Wäschewaschen, zum Entkalken deiner Haushaltsgeräte, zum Entfernen schlechter Gerüche oder als Fettlöser, es gibt kaum einen Einsatzbereich, wo Essig nicht angewendet werden kann.
Achte allerdings auf die Höhe der enthaltenen Essigsäure, den während Tafelessig eine relativ geringe Konzentration aufweist, ist das bei Essigessenz schon ganz anders. Informiere dich daher vorher genau, ob du deinen gewählten Essig besser verdünnen solltest.
Natron
Natron ist ein Produkt, dass bei mir weder aus dem Backschrank noch aus der Kiste mit den Putzmitteln wegzudenken ist.
Es wirkt geruchsneutralisierend, hat eine ganz leichte Schleifwirkung durch die feine Körnung und kann vielseitig eingesetzt werden. In der Kombination mit Essig bietet Natron durch seine chemische Reaktion eine kraftvolle Reinigungsleistung. Meine liebsten Anwendungsbereiche beim Putzen sind:
- Teppiche: Bei Teppichen wirkt Natron wie ein natürliches Deo. Streue einfach etwas Natron auf deinen Teppich, warte ein paar Stunden und sauge den Teppich anschließend wie gewohnt ab.
- Matratzen: Ebenso wie Teppiche kannst du auch Matratzen mit Natron bestreuen und dieses anschließend einige Stunden einwirken lassen. Abschließend gründlich absaugen. Das Natron hilft gegen Schweißgeruch, daher empfehle ich dir die Reinigung deiner Matratze mit Natron etwa zweimal im Jahr.
- Geschirrspüler: Auch im Geschirrspüler kommt wieder eine Kombi aus Natron und Essig zum Einsatz. Wie genau du deinen Geschirrspüler reinigst, liest du hier.
- Waschmaschine: Auch aus der Waschmaschine kann Natron muffige Gerüche entfernen, daher solltest du deine Waschmaschine regelmäßig mit Natron und Essig reinigen. Deine Kleidung wird im Anschluss deutlich frischer riechen, das verspreche ich dir!
- Thermoskannen und Wasserflaschen: Fülle ein Päckchen Natron zusammen mit heißem Wasser in die Kanne oder Flasche, die du von Ablagerungen befreien willst. Lass das Gemisch eine Stunde stehen und reinige sie anschließend gründlich mit warmem Wasser.
- Abflüsse: Natron und Essig sind als natürliche Reinigungsmittel ein kraftvolles Duo. So können auch leichte Verstopfungen des Abflusses ganz einfach gelöst werden. Gib dazu etwa vier Esslöffel Natron in den Abfluss und gieße anschließend etwa eine Tasse Essig darüber. Warte nun 15 Minuten, damit der Essig mit dem Natron reagieren kann und spüle zum Abschluss mit heißem Wasser gründlich nach.
Reine Citronensäure und frische Zitrone
Citronensäure ist, ähnlich wie Natron oder Essig, ebenso ein echter Alleskönner, wenn es ums Putzen geht. Vor allem zum Reinigen und Entkalken unterschiedlicher Küchengeräte, Geschirrspüler oder Duscharmaturen wird Citronensäure häufig verwendet. Aber auch um angebrannte Töpfe und Pfannen zu reinigen, ist Citronensäure eine gute Wahl. Aufgrund des Säuregehalts solltest du dich bei der Anwendung an die Dosierungsempfehlung auf der Verpackung halten.
Achtung! Für Emaille, Marmor oder Aluminium ist reine Citronensäure nicht geeignet. Die Säure kann Oberflächen und Beschichtungen beschädigen. Das führt dazu, dass Marmor seinen Glanz verliert und Emaille sich verfärbt. Ebenso kann auf Aluminium eine Reaktion ausgelöst werden, die zur Korrosion führt.
Frische Zitronen kannst du ebenso zum Putzern verwenden. Hier ist die Zitronensäure etwas milder. Besonders gut eignen sich Zitronen als Deo für deinen Geschirrspüler oder in der Kombination mit grobem Salz zur Entfernung von Gerüchen auf Holzbrettern. Anschließend solltest du an eine ausreichende Pflege denken. Zum Beispiel mit Olivenöl.
Olivenöl
Olivenöl ist zum Kochen eine fantastische Zutat, aber hast du schon mal daran gedacht es auch in deine Putzroutine einzubeziehen?
Es kann problemlos zur Pflege deiner Holzmöbel verwendet werden. In Kombination (etwa im Verhältnis 2:1) mit Zitronensaft kannst du so Flecken entfernen und das Holz gleichzeitig polieren. Auch für die Pflege deines Kochgeschirrs, z. B. Gusseisen oder deiner Küchenutensilien, wie Holzkochlöffel ist Olivenöl perfekt. Einerseits schützt es Gusseisen vor der Rostbildung und anderseits Holzbretter oder andere Küchenutensilien aus Holz vor dem Austrocknen. Auch Leder kannst du mit Olivenöl pflegen.
Ebenso kann Olivenöl für die Entfernung von Klebstoffrückständen oder Aufklebern verwendet werden. Gib dazu ein paar Tropfen Olivenöl auf die Klebestellen und lass es anschließend ein paar Minuten einwirken. Jetzt lassen sich Rückstände ganz einfach wegwischen.
Kern- und Schmierseife
Zwei weitere Dinge, die in deinem natürlichen Putzschrank nicht fehlen sollten, sind Kern- und Schmierseife.
Kernseife ist eine feste Seife, die keine Zusatzstoffe, wie Parfüm, Farbstoffe oder Konservierungsmittel enthält. Während sie für die Körperpflege nur in bestimmten Fällen genutzt werden sollte, da sie keine rückfettenden Eigenschaften besitzt und damit empfindliche Haut schnell austrocknen kann. Möchtest du sie aufgrund ihrer reinen Zusammensetzung trotzdem zur Körperpflege verwenden, solltest du anschließend an eine gute Feuchtigkeitspflege denken.
Wenn du natürliche Reinigungsmittel herstellen willst, ist Kernseife allerdings die ideale Basis. So kannst du sie als Basis für DIY-Waschmittel verwenden oder sie zum Geschirr spülen verwenden. Mein persönlich liebster Einsatzbereich für Kernseife ist die Fleckenentfernung. Dafür feuchtest du die verschmutzte Textile leicht an und reibst mit dem Stück Kernseife einfach darüber. Kurz einwirken lassen und anschließend mit warmem Wasser abspülen oder in die Waschmaschine geben. Auf diese Weise bin ich schon den ein oder anderen hartnäckigen Fleck ohne großen Aufwand losgeworden.
Auch Schmierseife findet in meinem Haushalt regelmäßig Anwendung. Diese flüssige Seife verwende ich in verdünnter Form zur Reinigung meiner versiegelten Holzböden, da Schmierseife rückfettend wirkt und so auch das Holz pflegt. Auch für Fliesen-, Kunststoff- oder Steinböden kann sie verwendet werden. Aber Achtung bei der Dosierung! Eine zu große Menge Schmierseife kann fettige Rückstände und einen Schmierfilm hinterlassen, der sicherlich nicht von dir gewünscht ist.
Natürliche Reinigungsmittel – Mein Fazit
Es gibt viele natürliche Reinigungsmittel, die herkömmliche Produkte alt aussehen lassen. Diese umweltfreundlichen Alternativen sind nicht nur gesundheitsfreundlich, sondern auch äußerst effektiv. Natron, Essig und Zitronensäure entfernen Schmutz und Gerüche mühelos, ohne schädliche Chemikalien. Olivenöl pflegt Holzoberflächen und Leder. Mit diesen natürlichen Mitteln bleibt dein Zuhause sauber und sicher.
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