Während ich ein paar Löffel Natronpulver in den Abfluss meiner Dusche kippe, denke ich darüber nach, wie klasse Natron zum Putzen eigentlich ist. Natron ist kostengünstig und umweltfreundlich, allerdings hört die Liste der Vorteile dort noch lange nicht auf! Warum Natron auch bei dir einen Platz im Putzschrank haben sollte, liest du hier.
Was ist Natron und warum ist Natron zum Putzen so wunderbar geeignet?
Natron (auch: Natriumhydrogencarbonat) erinnert mit seinem weißen, feinen und pulverförmigen Aussehen fast ein bisschen an Speisesalz. Dieser Vergleich kommt nicht von ungefähr, da Natron ein Natriumsalz der Kohlensäure ist. Im Handel findest du es oft auch unter folgenden Namen: Backnatron, Speisenatron, Backsoda oder auch Speisesoda. Dieses sollte allerdings nicht mit Waschsoda (Natriumcarbonat) verwechselt werden.
Im Haushalt wird Natron oft zur Reinigung verwendet, da es mit Säuren, wie zum Beispiel Essig reagiert und so zu einem kraftvollen Reiniger wird, der im Handumdrehen Ablagerungen und Verschmutzungen entfernt.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Natron ungiftig ist. Es wird zudem auch in einigen Backwaren als Triebmittel verwendet. Es kann daher ohne Sorge auch in Haushalten mit Kindern oder Haustieren verwendet werden, ohne die Angst vor giftigen Dämpfen oder Hautreizungen. (Solltest du dennoch eine ungewollte Reaktion feststellen, suche bitte zeitnah deinen Haus-, Kinder- oder Tierarzt auf.)
Natron ist außerdem wunderbar geeignet, um unangenehme Gerüche zu neutralisieren. Es bindet Gerüche, anstatt sie nur zu überdecken, diese Fähigkeit kannst du dir an ganz verschiedenen Stellen in deinem Zuhause zu Nutze machen, beispielsweise im Kühlschrank.
Auch wenn Müll vermeiden für dich wichtig ist, solltest du Natron in deinen Putzschrank aufnehmen. Einerseits wird Natron oft in Papier oder Pappverpackungen verkauft, was den Anteil an Plastik in deinem Zuhause senkt, anderseits ist Natron so vielseitig, dass du dir den Kauf unzähliger Putzmittel sparst.
Natron ist im Vergleich zu vielen herkömmlichen Putzmitteln deutlich günstiger. Du kannst es in Supermärkten, Drogerien, im Internet oder auch in vielen weiteren Geschäften kaufen. Da es für eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungsgebiete geeignet ist, sparst du dir zudem den Kauf von verschiedenen teuren Putzmitteln.
Tipp: Verwende nicht die kleinen Natronpäckchen aus der Backabteilung im Supermarkt, sondern kaufe lieber größere Mengen im Drogeriemarkt oder im Internet. Dies ist deutlich günstiger.
Wann ist Natron zum Putzen nicht geeignet?
Es gibt allerdings auch einige Einsatzbereiche, wo du von der Reinigung mit Natron absehen solltest. Das sind vor allem empfindliche Materialien, die durch den Einsatz von Natron einen Schaden nehmen könnten.
Achtung bei Holzmöbeln! Natron hat durch die feine Körnung eine schleifende oder scheuernde Wirkung, die zu einer Beschädigung deiner Holzoberflächen führen kann. Außerdem können empfindliche oder unbehandelte Holzstücke durch das Natron angegriffen werden. Verfärbungen, Kratzer oder Strukturveränderungen können die Folge sein.
Ebenso ist bei Gegenständen aus Aluminium Vorsicht geboten. Da dies ein besonders weiches Metall ist, können ähnlich wie beim Holz Kratzer, Beschädigungen oder Verfärbungen auftreten. In diesem Fall ist es ratsam, dass du ein sanfteres Reinigungsmittel wählst. Möchtest du Natron dennoch verwenden, solltest du es am besten an einer unauffälligen, kleinen Stelle testen.
Auch bei Glas, Fenstern oder Spiegeln solltest du auf den Einsatz von Natron verzichten. Hier können Kratzer ebenso zu Schäden führen. Für eine sanfte, aber gründlich Reinigung solltest du hier lieber einen flüssigen Reiniger verwenden.
Mit Natron in der Küche putzen
In der Küche ist Natron zum Putzen wunderbar geeignet. Da Natron als ungiftig gilt, musst du dir keine Sorgen machen, wenn es mit deinen Kochutensilien in Kontakt kommt und dennoch ist dir eine kraftvolle Reinigung sicher.
- Geschirrspüler reinigen: Verschmutzungen und unangenehme Gerüche aus dem Geschirrspüler entfernen, geht mit einer Kombination aus Natron und Essig ganz einfach. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du hier.
- eingebrannte Töpfe: Kurz nicht aufgepasst und schon ist es passiert! Das Essen ist angebrannt. Um deinen Topf wieder strahlend rein zu bekommen, gibst du einfach einen Esslöffel Natron und etwa einen Liter Wasser in den Topf und lässt die Mischung aufkochen, so lösen sich auch hartnäckige Verschmutzungen.
- Gerüche im Kühlschrank: Die geruchsneutralisierende Wirkung von Natron kannst du dir auch im Kühlschrank zu Nutze machen. Gib dazu etwas Natron in eine kleine Schale und stelle diese in deinen Kühlschrank. Schon nach kurzer Zeit gehören die üblen Gerüche der Vergangenheit an!
- Tee- oder Kaffeebeläge entfernen: Du kennst sicher auch die unschönen Ablagerungen, die Kaffee oder Tee manchmal in Tassen oder Kannen hinterlassen. Gib einen Esslöffel Natron in das Gefäß, fülle es mit heißen Wasser auf und lasse die Mischung anschließend für ein paar Stunden stehen. Nun sollten sich die Ablagerungen ganz einfach mit einer Flaschenbürste entfernen lassen. Abschließend mit frischen Wasser nachspülen.
Mit Natron das Bad reinigen
Nicht nur in der Küche ist Natron dein kraftvoller Begleiter. Auch im Bad kannst du es an vielen Stellen einsetzen, um auch hartnäckigen Verschmutzungen den Kampf anzusagen.
- verstopfte Abflüsse reinigen: Verstopfte Abflüsse kannst du im Handumdrehen beseitigen, indem du, je nach Stärke der Verschmutzung, einen bis drei Esslöffel in den Abfluss streust. Anschließend gibst du etwas Essig dazu. Wenn die Reaktion nach ein paar Minuten komplett abgelaufen ist, kannst du gründlich mit Wasser nachspülen.
- Waschmaschine reinigen: Ähnlich wie bei der Geschirrspülmaschine ist Natron zum Putzen auch für deine Waschmaschine geeignet. Eine regelmäßige Reinigung mit Natron und Essig hilft dabei, dass muffige Gerüche verhindert werden und deine Wäsche lange frisch bleibt.
- Wäschezusatz: Natron wirkt nicht nur geruchsneutralisierend, sondern wirkt auch wie ein natürlicher Weichspüler. So bleibt deine Wäsche lange frisch und kuschelweich. Gib dazu einfach ein wenig Essig in das Weichspülerfach deiner Waschmaschine.
Weitere Anwendungsbereiche für Natron
Natron ist nicht nur zum Putzen ein kraftvolles und vielseitiges Mittel, sondern auch in vielen anderen Lebensbereichen. Im Folgenden findest du einige Beispiele, wie Natron auch noch zum Einsatz kommen kann:
- Backtriebmittel für Kuchen: Um Natron als Triebmittel in deinen Backwaren verwenden zu können, musst du zu deinem Teig eine Säure hinzufügen, das kann beispielsweise Joghurt, Apfelessig oder Zitrone sein. Durch die Reaktion zwischen Natron und der Säure erhältst du eine wunderbar luftige Backware.
- Laugengebäck herstellen: Brezeln, Laugengebäck und Co. zeichnen sich durch ihren besonderen Geschmack aus. Dieser wird durch eine Lauge erzielt. Um diese zuhause herzustellen, kannst du Natron verwenden.
- gegen Sodbrennen: Wer schon einmal von Sodbrennen geplagt war, kennt den Schmerz. Da muss schnelle Abhilfe her! Natron ist leicht basisch und kann somit die Magensäure neutralisieren. So lassen sich die Beschwerden schnell in den Griff bekommen. Aber Achtung vor einer Überdosierung, diese kann den Säure-Basen-Haushalt deines Körpers aus dem Gleichgewicht bringen und zu anderen unerwünschten Nebenwirkungen, wie Magenschmerzen oder Durchfall führen.
- im Katzenklo: Natron erspart dir selbstverständlich nicht die regelmäßige Reinigung, allerdings kann etwas Natron im Katzenstreu dabei helfen unangenehme Gerüche zu binden.
Dies sind nur einige Ideen, wie du Natron zum Putzen oder an anderen Stellen deines Haushalts verwenden kannst. Wenn dieser Artikel für dich hilfreich ist, könnten dich auch diese Themen interessieren:
- 6 kraftvolle und natürliche Hausmittel im Überblick. Damit strahlt dein Zuhause!
- Für mehr Ordnung im Kühlschrank, findest du hier die passenden Tricks.
- 15 geniale Tricks für deinen nächsten Hausputz.
Schreibe einen Kommentar