Es ist witzig, wie das Leben manchmal funktioniert. Während ich dabei bin diesen Artikel zu schreiben, merke ich wie meine Gedanken immer wieder davon schwirren. Das vorbeifahrende Auto, der bellende Hund, die Kinder, die im Hinterhof Ball spielen. Ich gebe bei YouTube »Konzentrationsmusik zum Arbeiten« ein. Ob das wirklich meine Konzentration fördern kann?
Unterschiedliche Faktoren haben einen Einfluss darauf, wie gut du dich konzentrieren kannst und vor allem, wie du deine Konzentration verbessern kannst. In diesem Artikel möchte ich auf verschiedene Aspekte eingehen, die dir dabei helfen können, deine Konzentration zu fördern.
Konzentration fördern mit Zeitmanagement-Techniken
Verschiedene Methoden aus dem Zeitmanagement können dir dabei helfen, deinen Tag zu strukturieren und konzentrierter an einzelnen Aufgaben zu arbeiten. Plane deine Aufgaben zuerst, damit du genau weißt, worauf du dich als Nächstes konzentrieren musst.
Die Pomodoro – Technik
Die Pomodoro – Technik ist eine Methode, bei der du deine fokussierte Arbeitszeit und die geplanten Pausen mithilfe eines Weckers trennst. Dabei geht es vor allem darum, die Arbeitszeit auf eine so kurze Zeit zu begrenzen, dass es dir möglich ist, deine Konzentration während des gesamten Zeitraums aufrechtzuerhalten.
Die bekannteste Form ist 25-5. Das heißt 25 Minuten konzentriertes Arbeiten werden gefolgt von 5 Minuten Pause. Dann geht es von vorne los. Wieder 25 Minuten arbeiten und anschließend 5 Minuten Pause. Hast du vier dieser Runden absolviert, ist es Zeit für eine längere Pause von etwa 15 bis 30 Minuten.
In deinem Arbeitsintervall konzentrierst du dich ausschließlich auf deine eine ausgewählte Aufgabe und arbeitest diese ab. Es ist dabei sinnvoll, dass du größere bzw. komplexere Aufgaben in kleinere Teilschritte unterteilst, die du idealerweise innerhalb eines Zeitblocks erfüllen kannst.
Eat that Frog – »Iss diesen Frosch«
Klingt erstmal ziemlich unangenehm, oder? Der Ausdruck »Eat that Frog« ist in Anspielung auf ein Zitat von Mark Twain und ist der Titel des Zeitmanagementbuchs von Brian Tracy.
Die Idee dahinter ist folgende: Was ist die wichtigste bzw. die unangenehmste Aufgabe, die du heute erledigen willst oder musst? Erledige diese Aufgabe als Erstes. Wenn du die unangenehmste Aufgabe zuerst erledigst, wird dir der restliche Tag deutlich einfacher vorkommen. Du vermeidest Prokrastination und hast noch genügend mentale Leistungsfähigkeit, um dich dieser schwierigen Aufgabe zu stellen.
Vermeide Multitasking
Multitasking ist ein Feind für die Konzentration. Wenn du probierst an mehreren Dingen gleichzeitig zu arbeiten, fällt es deinem Gehirn deutlich schwerer sich darauf zu fokussieren eine Aufgabe zu erfüllen. So wirst du durch die anderen Aufgaben immer wieder abgelenkt und schließlich zwischen den Aufgaben hin- und hergerissen. Das Ergebnis ist ein deutlich unkonzentriertes Arbeiten. Um deine Konzentration zu fördern, solltest du daher bei Aufgaben, die deine ganze Aufmerksamkeit erfordern, auf Multitasking verzichten.
Konzentration fördern mithilfe von Ernährung und Sport
Wie wir uns ernähren, wie aktiv wir im Alltag sind und unsere allgemeine Lebensweise ist ein weiterer wichtiger Bestandteil darin, wie gut wir uns konzentrieren können. Wenn du also deine Konzentration fördern möchtest, solltest du auch darauf einen Blick werfen.
Die Konzentration fördern mithilfe deiner Ernährung
Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung versorgt deinen Körper und hilft deinem Gehirn bestmöglich zu arbeiten. Indem du darauf achtest, deinem Körper alle nötigen Stoffe zur Verfügung zu stellen, kannst du deine mentale Leistungsfähigkeit deutlich steigern.
Es gibt unterschiedliche Lebensmittel, denen eine konzentrationsfördernde Wirkung nachgesagt wird. So unterstützen fettige Fischsorten, wie Lachs oder Hering, sowie unterschiedliche Nüsse mit ihrem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, deine Lern- und Erinnerungsfähigkeit. Wohin gegen rote Beeren und grünes Blattgemüse helfen dein Gehirn zu schützen und neue Nervenzellen zu bilden. So geht die Liste mit Lebensmitteln, die gut für dein Gehirn sind und deine Konzentration fördern, noch ein ganzes Stück weiter. Wenn du diese regelmäßig in deinen Speiseplan integrierst, machst du einen großen Schritt in Richtung einer besseren Konzentration.
Ausreichend viel trinken ist außerdem wichtig. Kopfschmerzen, Müdigkeit und eine verringerte geistige Leistungsfähigkeit, können dadurch entstehen, dass du zu wenig trinkst. Um deinen Körper bestmöglich mit Flüssigkeit zu versorgen, solltest du regelmäßig genügend Wasser oder ungesüßten Tee trinken.
Sport und Konzentrationsübungen
Auch deine körperliche Aktivität hat einen Einfluss auf deine Konzentrationsfähigkeit. Auf der einen Seite wird durch die Bewegung deine Durchblutung verbessert, sodass auch dein Gehirn besser mit Sauerstoff sowie Nährstoffen versorgt wird und auf der anderen Seite baust du Stress ab. Auch der Ausstoß von Hormonen wie Dopamin und Serotonin wird durch Sport angekurbelt. Das kann dazu führen, dass du dich motivierter, aufmerksamer und klarer im Kopf fühlst. Alle diese Effekte wirken sich positiv auf deine Konzentration aus.
Um deine Konzentration zu fördern, können zudem Meditation, Yoga und Konzentrationsübungen helfen. Diese Aktivitäten helfen dir ebenfalls dabei Stress abzubauen, haben allerdings noch einen weiteren großen Vorteil. Du lernst deine Aufmerksamkeit bewusst zu steuern und stärkst deine mentale Ausdauer.
Konzentration fördern durch ausreichend Schlaf
Schlaf ist ein weiterer wichtiger Faktor, um deine Konzentration zu fördern. Er ist nötig, damit sich dein Gehirn erholen kann und so deine mentale Leistungsfähigkeit aufrechterhalten werden kann.
Du kennst das bestimmt, abends warst du zu lange wach und morgens bist du kaum aus dem Bett gekommen. Du warst womöglich schlecht gelaunt, unaufmerksam und vielleicht sogar vergesslicher. Das sind alles Anzeichen, dass dein Gehirn nicht genügend Zeit hatte sich zu erholen.
Für eine gute Konzentrationsfähigkeit ist ausreichend, Schlaf daher unvermeidbar. Vielleicht kann dir eine regelmäßige Abendroutine dabei helfen, besser und mehr zu schlafen?
Deine Umgebung hat einen Einfluss auf deine Konzentration
Die Umgebung, in der du dich befindest, hat bewusst und unbewusst einen großen Einfluss darauf, wie gut du dich konzentrieren kannst. Ablenkungen, Lärm und Unordnung können schnell dazu führen, dass du unkonzentriert bist.
Lege dein Smartphone zur Seite
Aufblinkende Benachrichtigungen, Social Media Apps und ungeplante Anrufe können schnell dazu führen, dass du abgelenkt wirst und den Fokus deiner eigentlichen Aufgabe verlierst.
Wenn du dich voll und ganz auf eine Aufgabe konzentrieren willst, ist es daher ratsam, dein Telefon zur Seite zu legen. Du kannst es auch in einem anderen Raum liegen lassen oder es ganz ausschalten. Sorge dafür, dass ungeplante Unterbrechungen durch dein Telefon nicht deine Konzentration rauben.
Es gibt auch eine ganze Reihe unterschiedlicher Apps, die dabei helfen sollen, dass du dich besser konzentrierst. Probier gerne aus, ob diese Apps etwas für dich sein könnten.
Deine Umgebung hat einen Einfluss auf die Konzentration
Du kannst auch aktiv daran arbeiten ein Umfeld zu schaffen, indem du dich besser konzentrieren kannst. Regelmäßiges Lüften hilft dabei, neuen Sauerstoff in einen Raum zu bringen. Dieser wird dafür benötigt, dass dein Gehirn gut funktionieren kann. Sauerstoffmangel führt schnell zu Unkonzentriertheit und Müdigkeit, du solltest daher regelmäßig das Fenster aufmachen, wenn du deine Konzentration fördern willst.
Auch Unordnung kann zu einer Ablenkung werden und so deine Konzentration rauben. Unterbewusst führt eine unordentliche Umgebung dazu, dass du Stress empfindest, auf den dein Gehirn mit Überforderung oder Unruhe reagiert.
Bevor du anfängst an Aufgaben zu arbeiten, die deine volle Konzentration benötigen, solltest du dir dein Umfeld kurz genau anschauen und gegebenenfalls ein wenig aufräumen. Natürlich soll die Aufräumaktion auch nicht zu einem riesigen Projekt werden, dass dich von deiner eigentlichen Aufgabe abhält, aber der ein oder andere Handgriff kann oft schon Wunder bewirken.
Lärm vermeiden
Lärm und unterschiedliche Geräusche haben einen großen Einfluss darauf, wie gut wir uns konzentrieren können. Zu Beginn des Artikels habe ich davon erzählt, wie die Geräusche des Alltags mich vom Schreiben dieses Artikels abgehalten haben. Nun ist meine Playlist »Konzentrationsmusik zum Arbeiten« mittlerweile ein gutes Stück vorangeschritten und ich muss zugeben, so konzentriert habe ich mich lange nicht gefühlt. Vielleicht ist das auch für dich eine Möglichkeit, ganz in deine Konzentrationsblase einzutauchen?
Ich hoffe, diese Tipps helfen dir dabei, deine eigene Konzentration zu fördern. Diese Artikel könnten dich auch interessieren:
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