Hast du schon einmal etwas Neues gewagt und dich dabei etwas unbehaglich gefühlt? Du wusstest womöglich nicht so richtig, was auf dich zukommen würde oder du warst ganz hibbelig in der Erwartung etwas Neues zu tun. Du hast deine Komfortzone verlassen oder bist soeben dabei!
Die Komfortzone, ein Ort, der mir nur allzu bekannt vorkommt. Ich gebe es zu, ich bin gerne in der Komfortzone, manchmal auch ein bisschen länger als vielleicht richtig oder nötig. Damit bin ich sicherlich nicht alleine. Viele Menschen bleiben aus Angst vor der Ungewissheit oder der Veränderung lieber bei altbekannten Mustern und sicheren Abläufen. Wie allerdings lernt man etwas Neues oder erlebt neue Dinge? Richtig, du musst die Komfortzone verlassen!
Was ist die Komfortzone und warum bleiben Menschen gerne dort?
Die eigene Komfortzone bedeutet Sicherheit. Der Begriff Komfortzone bezieht sich dabei auf alle Bereiche deines privaten und gesellschaftlichen Lebens. Der Begriff kommt auf der Psychologie und beschreibt einen Zustand, in dem du mit deinen Aufgaben, Routinen sowie deinem Umfeld so vertraut bist, dass du weder gestresst noch herausgefordert bist.
Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, warum wir es vorziehen in unserer Komfortzone zu bleiben. Wenn du häufiger deine Komfortzone verlassen möchtest, solltest du dir überlegen, welche Gründe für dich dazu führen, es bisher nicht zu tun.
- Sicherheit – Du kennst deine Abläufe, deine Umgebung, die nächsten Schritte. Du fühlst dich wohl und sicher. Das Gefühl weniger anfällig für Risiken oder Bedrohungen zu sein, führt dazu, dass du in deiner Komfortzone bleiben möchtest.
- Bequemlichkeit – Die Komfortzone ist bequem. Du weißt genau, was dich erwartet und wie du zu reagieren hast. Es gibt nichts Unerwartetes, dass dich aus der Bahn wirft und Stress verursacht.
- Angst vor der Ungewissheit – Die Komfortzone zu verlassen, stellt stets ein Risiko dar. Auch wenn es uns nicht immer deutlich bewusst wird, dass wir uns in unserer Komfortzone befinden, merken wir doch, dass Veränderungen Ungewissheit mit sich bringen. Die Angst vor Unsicherheit oder dem Unbekannten kann dazu führen, dass du lieber in der Sicherheit deiner Komfortzone verweilst.
- Routinen und Gewohnheiten – Sie verhelfen zu einem leichteren Alltag und werden oft zu unbemerkten Mustern. Du denkst häufig wahrscheinlich nicht mal darüber nach, warum du eine Sache immer wieder gleich machst oder ob es auch noch alternative Wege gibt, oder? Das ist vollkommen normal und läuft oft komplett unterbewusst ab.
Diese Gründe kennt wahrscheinlich jeder von uns und trotzdem begründen wir unser Verhalten selten damit. Wenn du allerdings mal genau hinschaust, wirst du sicher feststellen, dass es auch in deinem Leben Gründe gibt, in deiner eigenen Komfortzone zu bleiben.
Warum fällt es schwer, die eigene Komfortzone zu verlassen?
Jetzt könnte man meinen, dass die eigene Komfortzone etwas vollkommen Schlechtes ist, dass sie uns faul macht und uns davon abhält unser wahres Potenzial auszuleben. So schwarz und weiß kann man das allerdings auch nicht betrachten.
Die Komfortzone gibt uns Sicherheit und Stabilität im Leben, sodass ein Schritt nach draußen manchmal schwierig erscheinen mag. Vor allem dann, wenn du dich vielleicht schon ein bisschen zu lange darin aufgehalten hast.
Etwas Neues zu probieren, bringt auch immer etwas Ungewissheit mit sich. Die Angst, nicht gut genug zu sein, kann das eigene Selbstwertgefühl angreifen. Frust und Zweifel können auftreten, wenn du etwas Neues lernst und vielleicht oder eher sehr wahrscheinlich nicht gleich richtig gut darin bist. Egal ob es ein neues Hobby, eine neue Beziehung oder ein neuer Job ist. Die Angst, was als nächstes passiert, ist wahrscheinlich da.
Trotz all dieser Ängste und Sorgen ist es jedoch wichtig nicht in der eigenen Komfortzone zu verharren und dich so selbst zu limitieren. Was passiert, wenn du deine eigene Komfortzone verlässt?
Was passiert außerhalb der Komfortzone?
Wie willst du dich in einem Bereich, in dem du schon alles weißt und in dem du alles genau kennst, neues lernen und dich weiterentwickeln?
Um neue Erfahrungen zu machen ist es notwendig, dass du dich auf unbekanntes einlässt. Alles, was dir heute selbstverständlich vorkommt, hat einst als etwas Ungewisses angefangen. Das ist persönliches Wachstum! Du hast dich selbst herausgefordert und deine Grenzen ein kleines Stück verschoben.
Durch diese neuen Erfahrungen und Erlebnisse bist du anpassungsfähiger geworden und kannst besser auf künftige Unsicherheiten reagieren. Es hilft dir außerdem dabei, dich deinen Ängsten zu stellen und sie zu überwinden. Das Gefühl von Stolz und Selbstvertrauen kann dir keiner nehmen!
In der Psychologie wurde das sogenannte 3-Zonen Modell entwickelt. Es beschreibt die eigene Komfortzone und was passiert, wenn du sie verlässt.
Deine Komfortzone verlassen – Das 3 – Zonen Modell
Komfortzone
Die Komfortzone, hier bist du sicher. Dir sind deine Abläufe und dein Umfeld bekannt. Es gibt keinen Grund, Stress oder Unsicherheit zu empfinden. Du fühlst dich wohl und die Aufgaben, die in diesen Bereich fallen, erledigst du mit Leichtigkeit. Allerdings lernst du in dieser Zone auch nichts Neues und entwickelst dich nicht weiter.
Barriere
Die Barriere ist ein Bereich, der zwischen der, dir wohlbekannten, Komfortzone und der deutlich unbekannteren Wachstumszone liegt. Barrieren, sind Hindernisse, die es dir schwer machen, die Komfortzone zu verlassen. Das können Ängste und Unsicherheiten sein. Es erfordert Eigeninitiative oder den Druck von außen, um deine persönlichen Barrieren zu überwinden.
Wachstumszone
In der Wachstumszone bist du neuen Herausforderungen ausgesetzt. Es besteht das Risiko, anfangs nicht gut in dem zu sein, was du neu lernen willst. Du empfindest womöglich Unsicherheit und Unwohlsein. Hier gehst du deine neuen Ziele und Herausforderungen an. Du wirst wahrscheinlich nach kurzer Zeit die ersten Fortschritte machen und neues lernen. Das stärkt das Selbstbewusstsein und erweitert deine bisherige Komfortzone.
Panikzone
Die Panikzone erreichst du, wenn die Umstellung sehr plötzlich kommt oder ausgesprochen groß ist. Das Gefühl von Überforderung und Panik setzt ein. In dieser Zone ist dir alles vollkommen fremd und die Anknüpfungspunkte an deine bisherigen Erfahrungen sind womöglich nicht so schnell ersichtlich. Aber auch in dieser Zone kannst du erfolgreich sein! Stell dich dieser neuen Herausforderung und wachse daran.
Deine Komfortzone verlassen – Tipps für den Alltag
Die Komfortzone verlassen, es klingt so leicht und so schwierig zugleich. Daher stellt sich die Frage, wie stellst du das im Alltag am besten an. Mit den folgenden Tipps gelingt es dir hoffentlich:
- Sag öfter Ja! – Nimm Herausforderungen und Möglichkeiten wahr und probiere etwas Neues aus. Das erfordert mal mehr und mal weniger Mut. Wenn du die Augen nach Gelegenheiten offen hältst, werden sie dir schon bald über den Weg laufen.
- Setze dir neue Ziele – Sich ein Ziel zu setzen passiert immer mit dem Hintergedanken etwas zu verändern oder etwas Neues zu lernen. Dir ein anspruchsvolles, aber realistisches Ziel zu setzen ist daher quasi ein Garant dafür, dass du deine Komfortzone verlassen musst, um es zu erreichen.
- Akzeptiere dein Unbehagen – Deine Komfortzone zu verlassen und etwas Neues zu lernen, bringt immer eine gewisse Unsicherheit mit sich. Akzeptiere das Gefühl von Unbehagen als einen Teil des Wachstumsprozesses.
- Nutze vorhandene Erfahrungen – Erfahrungen aus der Vergangenheit und bereits vorhandene Fähigkeiten sind ein super Sprungbrett, um dich weiterzuentwickeln. Du kannst auf vertrautem Wissen aufbauen, sodass du nach und nach deine Komfortzone erweiterst.
- Stelle Gewohnheiten infrage – Hinterfrage deine Routinen und Gewohnheiten. Ist das wirklich noch immer der beste Weg oder bist du einfach so sehr daran gewöhnt, dass du gar nicht erst auf die Idee kommst, dass es auch einen anderen Weg geben könnte?
Die eigene Komfortzone zu verlassen, ist nicht immer einfach und bedarf häufig einer Prise Mut. Ich hoffe, ich konnte dir auf dem Weg deiner persönlichen Weiterentwicklung helfen. Wenn dieser Artikel für dich interessant war, dann könnten dich auch diese Themen interessieren:
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