Hast du je verzweifelt vor deinem überquellenden Kleiderschrank gestanden und nach einem passenden Outfit gesucht? Oder hast im Chaos die Übersicht komplett verloren, welche Kleidungsstücke du eigentlich besitzt? Damit bist du definitiv nicht alleine. Es wird Zeit zum Kleiderschrank aufräumen!
Deine Kleidung dient nicht nur dazu, dass du nicht frierst oder unbekleidet auf die Straße gehst, sondern spiegelt auch einen großen Teil deiner Persönlichkeit wider. Damit du zu jeder Zeit die passenden Stücke findest, sollte dein Kleiderschrank aufgeräumt sein und einem System folgen, das zu dir passt. Ein aufgeräumter Kleiderschrank hilft dir täglich dabei, Zeit zu sparen, verringert Stress und wird dein Wohlbefinden steigern.
Wie viel Kleidung braucht man wirklich?
Zu viele Klamotten und doch wieder nichts zum Anziehen? Warst du auch schon einmal in dieser Situation? Da hat sich dir sicher auch die Frage gestellt, ob du wirklich alle Kleidungsstücke brauchst.
Die Anzahl der Kleidungsstücke, die du benötigst, ist sehr individuell. Wie sieht dein Alltag und dein Job aus? Welchen Hobbys gehst du nach? Auch dein Lebensstil und das Klima, in der Region, in der du lebst, spielen eine Rolle. Während wir in Mitteleuropa sowohl warme als auch kalte Monate erleben, kann das für Menschen aus nördlicheren oder südlicheren Ländern schon wieder ganz anders aussehen. Es gibt keine festen Regeln wie viel Kleidung du besitzen darfst, daher solltest du abhängig von deinen Lebensumständen und Vorlieben entscheiden.
Es gibt unterschiedliche Wege, um für dich herauszufinden, wie viele Kleidungsstücke du wirklich benötigst. Eine dieser Methoden ist die Capsule Wardrobe.
Kleiderschrank aufräumen – Die Capsule Wardrobe
Die Capsule Wardrobe ist seit einigen Jahren ein absoluter Trend. Sie kann dir allerdings auch beim Kleiderschrank aufräumen helfen. Aber was ist das eigentlich?
Im Grunde geht es darum, eine möglichst minimalistische Garderobe zusammenzustellen, die aus Kleidungsstücken besteht, die alle gut miteinander kombinierbar sind. So schaffst du eine vielseitige Auswahl unterschiedlicher Outfits für jeden Anlass, ohne dass dein Kleiderschrank dabei überquillt.
Diese Methode ist ziemlich radikal darauf ausgerichtet, nur wenige, dafür am besten hochwertige und somit hoffentlich langlebige Textilien zu besitzen. Sie kann dir helfen, die Menge deiner Kleidungsstücke zu reduzieren, ob sie allerdings für dich und deinen Alltag geeignet ist, musst du für dich individuell entscheiden.
Kleiderschrank aufräumen und ausmisten
Hin und wieder kommen wir einfach nicht drumherum, den Kleiderschrank mal so richtig auszumisten und aufzuräumen. Allerdings kannst du auch ein paar Dinge beachten, damit das Chaos gar nicht erst so schnell entstehen kann:
Du probierst unterschiedliche Outfits an? Räume die Kleidungsstücke, die du nicht tragen möchtest, direkt auf, anstatt sie auf dein Bett oder den Boden zu werfen.
Schaffe einen Platz für leicht getragene Kleidungsstücke. Das kennst du bestimmt! Kleidungsstücke, die du bereits kurz getragen hast, die nicht mehr zu den sauberen Kleidungsstücken in den Schrank gehängt werden, allerdings auch noch nicht schmutzig genug für die Waschmaschine sind. Genau diese Klamotten landen schnell auf dem Fußboden oder auf »dem Stuhl«. Damit ist jetzt Schluss. Schaffe einen Platz, um diese Textilien ordentlich aufzuräumen.
Wie oft sollte man seinen Kleiderschrank ausmisten?
Tausche deine Kleidungsstücke saisonal. Mit dem Wechsel der Jahreszeiten kommt auch der Wechsel im Kleiderschrank. Indem du Kleidungsstücke, die nicht in die aktuelle Jahreszeit passen, aussortierst und woanders lagerst, schaffst du Freiraum in deinem Kleiderschrank. Weniger Kleidungsstücke heißt auch weniger Unordnung.
Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, ist somit eine gute Größe, an der du dich grundsätzlich orientieren kannst. Es gibt natürlich auch noch weitere Umstände, die in der Zwischenzeit dazu führen, dass Ausmisten im Kleiderschrank nötig wird. Größe Veränderungen wie ein Umzug oder eine starke Veränderung deines Gewichts können natürlich auch den Anlass bieten, deinen Kleiderschrank genauer unter die Lupe zu nehmen.
Welche Kleidung sollte man aussortieren?
Weg mit den Kleidungsstücken, die nicht mehr passen! Fühl dich wohl und selbstbewusst in den Klamotten, die du trägst. Alle Kleidungsstücke, die dieses Kriterium nicht oder nicht mehr erfüllen, sollten keinen Platz in deinem Kleiderschrank verschwenden.
Gibt es Kleidungsstücke, die dir vielleicht noch passen, aber die du aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr gerne trägst? Auch für diese ist es an der Zeit zu gehen. Sie stopfen nur unnötig den Kleiderschrank voll, ohne je getragen zu werden.
Für stark ausgewaschene, verformte oder kaputte Textilien ist ebenfalls der Zeitpunkt gekommen deinen Kleiderschrank zu verlassen.
Vertraue auf dein Bauchgefühl. Wenn du die einzelnen Kleidungsstücke durchgehst, wirst du bei vielen Textilien ziemlich schnell und sicher sagen können, ob du sie behalten möchtest oder nicht.
So bleibt dein Kleiderschrank aufgeräumt
Du hast endlich Ordnung in deinen Kleiderschrank gebracht und bist zufrieden mit dem System, das du gefunden hast? Nun soll dein Kleiderschrank diesen Zustand am besten dauerhaft beibehalten, richtig?
Es gibt ein paar Tipps und Strategien, die du beachten kannst, die dir dabei helfen Ordnung in deinem Kleiderschrank zu halten.
Beachte deinen Organisationstyp
Die richtigen Systeme, passend zu deinem Organisationstyp, können einen riesigen Unterschied machen, wenn es darum geht, wie leicht es dir fällt Ordnung zu halten.
Als ich das erste Mal von der kanadische Organisationsexpertin Cassandra Aarssen (Clutterbug) und ihrer Methode der 4 Organisationstypen, die nach verschiedenen Käfern (Bugs) benannt sind, gehört habe, hat sich mein Zuhause in kürzester Zeit verändert. Was war passiert? Ich bin seither beim Organisieren meines Zuhauses meinem Organisationstyp gefolgt. Beim Kleiderschrank aufräumen solltest du deinen Organisationstyp beachten, um Systeme zu schaffen, die dir nachhaltig helfen, Ordnung zu halten.
Kurz zusammengefasst unterscheiden sich die Organisationstypen in zwei große Kategorien, die jeweils zwei Ausprägungen haben. So bilden sich insgesamt vier unterschiedliche Typen:
- detailreiche vs. einfache Organisationssysteme: Hier unterscheidet sich die Größe der unterschiedlichen Kategorien, in die du deine Kleidungsstücke einteilst. Während für die eine Gruppe eine große Kategorie »Oberteile« genügt, unterteilt die andere Gruppe mehrere kleine Unterkategorien, wie Pullover, Strickjacken, T-Shirts usw.
- visuelle vs. schlichte Organisation: Offene Garderobenstange oder lieber geschlossener Kleiderschrank? Die Optik macht den Unterschied. Während die eine Gruppe am liebsten alle ihre Besitztümer zu jederzeit sehen möchte, will die andere Gruppe ein schlichtes Raumbild, bei dem die Kleidungsstücke in geschlossenen Schränken verschwinden.
Kleiderschrank aufräumen – Schaffe Routinen und Gewohnheiten
Ebenso haben deine Routinen und Gewohnheiten einen Einfluss auf die Ordnung in deinem Kleiderschrank. Einige Anregungen dazu habe ich dir bereits weiter oben mitgegeben. Routinen helfen dir dabei, dass dein Kleiderschrank kontinuierlich gepflegt wird und so die Ordnung, die du geschaffen hast, erhalten bleibt.
Außerdem helfen dir kleine, aber dafür regelmäßige Handgriffe dabei, die Unordnung im Griff zu behalten, sodass dein Kleiderschrank nicht zu einer Herausforderung wird, vor der du einfach nur weglaufen willst.
Zum Kleiderschrank aufräumen gehört auch die Beschriftung von Schubladen und Regalen dazu. Das klingt vielleicht erstmal ungewöhnlich, allerdings hilft es dir Kleidungsstücke schneller zu finden und auch wieder wegzuräumen. Vor allem bei der Bildung neuer Gewohnheiten ist das eine enorme Hilfe.
Jetzt ist es an der Zeit, Ordnung in deinem Kleiderschrank zu schaffen. Ich wünsche dir dafür viel Erfolg. Wenn diese Tipps für dich hilfreich waren, könnten dich auch diese Themen interessieren:
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