Das Jahr schreitet wieder mit großen Schritten voran. Die kalten und kurzen Tage wurden durch warme und lange ersetzt. Wenn du nicht aufpasst, verrinnt die Zeit einfach so. Ein Jahresplan kann Abhilfe schaffen. Schaffe Platz für all die Ereignisse und Termine, die dir wichtig sind.
Du musst nicht bis zum Beginn des neuen Jahres warten, um mit einem Jahresplan zu beginnen. Auch für die zweite Jahreshälfte des Jahres lohnt es sich, einen Plan zu machen.
Warum ein Jahresplan?
Jetzt fragt du dich vielleicht, warum du eigentlich einen Jahresplan erstellen solltest, richtig? Engt dich das nicht viel zu sehr ein? Wer weiß schon, was im Laufe des Jahres noch alles passiert. Wie sollst du bereits jetzt ein halbes oder gar ein ganzes Jahr im Voraus planen? Welche Vorteile bringt ein Jahresplan?
Vorab sei gesagt, dass dein Jahresplan nicht super stark ins Detail gehen muss. Es geht vor allem darum, dass die großen Ereignisse und Termine, wie Geburtstage, Jubiläen, andere wiederkehrende Ereignisse und freie Tage einen Platz finden. Sie bilden die Eckpfeiler deines Jahres.
Welche Vorteile hat ein Jahresplan?
Ein Jahresplan kann auf den ersten Blick vielleicht etwas abschreckend oder einschüchtern wirken. Ich möchte dich allerdings vom Gegenteil überzeugen! Ein Jahresplan bringt viele Vorteile mit sich, die deinen Alltag zum Besseren verändern können.
- Klarheit und Fokus: Mit einem Jahresplan hast du immer einen groben Überblick, was in den kommenden Monaten ansteht. Statt einfach in den Tag zu leben, kannst du deinen Fokus bewusst auf die Dinge lenken, die dir wichtig sind.
- Prioritäten: Ein Jahresplan bietet dir Platz, um deine persönlichen Prioritäten zu setzen. Du schaffst dir bereits am Jahresanfang Platz für die Dinge, die dir besonders wichtig sind und die mit einer kurzfristigen Planung kaum in den Alltag zu integrieren sind. Das können zum Beispiel gemeinsame Urlaube mit deiner Familie sein.
- weniger Stress: Planung kann dir eine Menge Stress nehmen. Du wirst nicht ständig von unerwarteten Ereignissen überrascht. Außerdem kannst du Überforderung verringern, indem du mit einem Jahresplan große Aufgaben in kleinere, machbare Schritte unterteilst.
- bessere Vorbereitung: Du kannst dich aktiv auf bevorstehende Ereignisse vorbereiten. Sei es rechtzeitig ein Geschenk für eine Hochzeit zu kaufen, einen Urlaub zu buchen oder für ein großes Ereignis zu sparen. Wenn du weißt, was auf dich zukommt, kannst du dich zielgerichtet darauf vorbereiten.
- Platz für persönliche Entwicklung: Auch deine persönlichen Ziele und Träume finden einen Platz im Jahresplan. Du kannst aktiv Zeit einplanen, in der du an deinen Jahreszielen arbeitest bzw. die großen Ziele in kleinere Schritte herunterbrechen. So kannst du im Laufe des Jahres ganz deutlich deine Fortschritte verfolgen.
Vorbereitung
Nun ist es an der Zeit loszulegen und dein Jahr zu planen. Ein paar vorbereitende Schritte helfen dir bei einem reibungslosen Ablauf.
Plane dir etwas Zeit ein, um dein Jahr zu planen. Das ist keine Aktivität, die in fünf Minuten erledigt ist. Du solltest dir daher eine halbe Stunde, Stunde oder zwei Stunden einplanen, in denen du in Ruhe an deinem Jahresplan arbeiten kannst.
Auch ein ruhiger Ort, an den du dich zurückziehen kannst und wo du dich voll auf die Aufgabe konzentrieren kannst, ist hilfreich. Nimm dir eine leckere Tasse Kaffee oder Tee mit, mach es dir bequem und leg los.
Der Jahresrückblick
Bevor du das kommende Jahr planst, solltest du einen kurzen Blick auf das zurückliegende Jahr werfen. So kannst du die Dinge, die dir gut gefallen haben, in das neue Jahr übernehmen und Dinge, die nicht so gut funktioniert haben, für das kommende Jahr ändern.
- Was hast du im vergangenen Jahr erreicht?
- Was würdest du im Vergleich zum Vorjahr gerne im nächsten Jahr anders machen?
- Was hast du erlebt? Möchtest du ähnliche Dinge für das kommende Jahr planen?
- Was hat nicht funktioniert?
- Welche Ereignisse, Erlebnisse und Traditionen möchtest du auch ins kommende Jahr mitnehmen?
Dein Jahresplan – Digital oder Papier?
Außerdem solltest du deinen Jahresplan öffnen. Offensichtlich, oder? Digital oder Papierform, das ist hier die Frage. Da scheiden sich wahrscheinlich die Geister. Die einen sind überzeugte Papierplaner, die anderen hingegen schwören auf eine digitale Lösung. Hier mein Vorschlag:
- Digital: Ein digitaler Plan (z. B. Trello, Google Calendar, Notion, Outlook, etc.) eignet sich vor allem dann, wenn du für mehr als nur dich selbst planst, also z. B. mit deinem Partner oder deiner Familie. Dann ist der Jahresplan schnell mit allen Personen geteilt, jeder kann stets sehen, was kommt und im Zweifel auch nötige Änderungen vornehmen. Ein weiterer Vorteil, der für einen digitalen Jahresplan spricht, ist die Haltbarkeit. Ein digitaler Plan kann überall mit hingenommen werden, ohne zu zerknittern, zerrissen zu werden oder durch andere äußere Umstände, wie zum Beispiel Wasser beschädigt zu werden.
- Papier: Planst du nur für dich alleine, kannst du natürlich auch nur einen Papierplaner verwenden. Dann bist du nicht darauf angewiesen, dass andere Personen darauf Zugriff haben. Wenn dieser Weg für dich besser funktioniert, kannst du dies natürlich machen. Auch eine hybride Form ist möglich, bei der du dein Jahr zwar digital planst, aber dann einzelne Wochen genauer und detaillierter auf Papier planst. Es bietet sich außerdem an einen Jahresplan aus Papier irgendwo in deinem Zuhause, gut sichtbar für alle, aufzuhängen, sodass alle schnell einen Überblick bekommen, was ansteht.
Was sollte drin sein?
Die Vorteile sind ganz deutlich. Welche Elemente sollte dein Jahresplan nun allerdings enthalten? Das hängt an vielen Stellen von deinen individuellen Umständen ab. Planst du für dich alleine, mit einem Partner oder für die ganze Familie? Welche Aktivitäten sind wichtig? Müssen freie Zeiten, wie zum Beispiel Schulferien, beachtet werden? Ich möchte dir im Folgenden ein grobes Konstrukt mitgeben, mit dem du dein Jahr planen kannst. Die einzelnen Kategorien kannst du dabei selbstverständlich ergänzen, streichen oder so anpassen, dass sie perfekt auf deine Situation passen.
Wiederkehrende Ereignisse, Geburtstage und Jubiläen
Als Erstes trägst du alle wiederkehrenden Ereignisse in deinen Kalender ein. Das können beispielsweise sein:
- Geburtstage
- Jubiläen, z. B. Hochzeitstag
- Feiertage, wie Ostern oder Weihnachten
- weitere freie Tage bzw. Brückentage
- Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt bzw. Zahnarzt
- Fristen für die Abgabe der Steuererklärung
- Jahreshauptversammlung von Vereinen
- jährliche Wartung von Haus, Wohnung oder Auto
weitere Termine und Veranstaltungen
Nachdem du diese wichtigen Ereignisse eingeplant hast, kannst du sie durch weitere Termine ergänzen, die im kommenden Jahr für dich wichtig sind. Dies könnten sein:
- Schulferien, z. B. Sommer- oder Winterferien
- Schließtage im Kindergarten
- Aktivitäten und Veranstaltungen deiner Gemeinde, wie Weihnachtsmärkte, Jahrmarkt oder andere Feste
- geschäftliche Reisen, Messen oder Tagungen
- regelmäßige Vereinstreffen
- regelmäßige Verabredungen mit deinem Partner, mit Freunden oder der Familie
- Urlaube und Reise
All diese Termine geben dir einen noch genaueren Einblick in das kommende Jahr. So kannst du dir bereits am Anfang des Jahres überlegen, wann du Urlaub nehmen möchtest, weil deine Kinder Ferien haben oder wann du eine zusätzliche Betreuung organisieren musst, weil der Kinderarten geschlossen ist.
Mithilfe des Jahresplans kannst du so auch dein Budget auf das kommende Jahr vorbereiten. Du weißt genau, wie lange du Zeit hast für einen Urlaub zu sparen oder dich auf andere Ausgaben vorzubereiten.
Ziele und Bucket List Items
Was möchtest du im kommenden Jahr erreichen? Was sind deine Ziele? Lege jetzt fest, was du im kommenden Jahr machen möchtest und brich die einzelnen Ziele dann auf kleine Quartals- oder Monatsziele herunter. So stellst du sicher, dass du auf dem richtigen Weg bist, deine Ziele im Laufe des Jahres zu erfüllen. Dabei können es ganz verschiedene Ziele sein: Gesundheit & Fitness, Beruf, mentale Gesundheit, Finanzen oder persönliche Entwicklung & Fähigkeiten. Nimm dir pro Kategorie nicht zu viel vor. Ein bis zwei große Ziele je Kategorie sind mehr als genug.
Auch die Bucket List Items, die du in diesem Jahr unbedingt erleben willst, kannst du einplanen. Haben diese erst einmal einen Platz gefunden, ist die Chance deutlich höher, dass du dir diese Wünsche auch erfüllst, da sie stets ein bisschen deiner Aufmerksamkeit abbekommen.
Regelmäßige Pflege für deinen Jahresplan
Die regelmäßige Pflege deines Jahresplans ist noch viel wichtiger als der eigentliche Jahresplan. Dieser gibt dir nur eine grobe Vorstellung, was im Laufe des Jahres kommt.
Nimm dir deinen Plan daher regelmäßig vor. Schaue dir an, ob er noch aktuell ist und brich die einzelnen Monate detaillierter auf die einzelnen Wochen herunter. Am besten suchst du dir dafür einen Tag in der Woche aus, wo du die Ereignisse aus deinem Jahresplan in deinen Wochenplan übernimmst und nötige Aufgaben einplanst. Je näher ein Ereignis kommt, desto genauer kannst du es planen.
Ich hoffe, ein Jahresplan kann auch deinen Alltag erleichtern. Probiere es einfach mal aus! Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, könnten dich auch diese Themen interessieren:
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