Gute Gewohnheiten bilden das Fundament für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Sie helfen uns, unsere Ziele zu erreichen, unsere Gesundheit zu verbessern und unsere persönliche Entwicklung voranzutreiben. Doch der Weg zur Etablierung dieser Gewohnheiten ist oft herausfordernd und benötigt bewusste Anstrengung. Im Folgenden gehe ich auf 10 Strategien ein, die dir helfen können, gute Gewohnheiten zu etablieren.
Was sind gute Gewohnheiten?
Gute Gewohnheiten können vielfältig sein und hängen auch davon ab, welche Werte und Normen du verfolgst. Allgemein kann man sagen, dass gute Gewohnheiten Verhaltensweisen sind, die positiv auf unser Leben wirken und uns helfen, unsere Ziele zu erreichen, unsere Gesundheit zu verbessern und insgesamt ein erfüllteres Leben zu führen.
Diese Gewohnheiten zeichnen sich oft durch ihre Regelmäßigkeit aus und tragen dazu bei, dass wir uns sowohl physisch als auch mental besser fühlen. Sie können dazu beitragen, Stress zu reduzieren, unsere Produktivität zu steigern und unsere allgemeine Lebensqualität zu erhöhen. Ebenso können sie soziale Aspekte berühren oder dir bei deiner persönlichen Entwicklung helfen.
Gute Gewohnheiten entwickeln – 10 einfache Strategien
Gute Gewohnheiten zu entwickeln kann manchmal etwas knifflig sein oder vielleicht weißt du nicht so richtig wo du beginnen sollst. Die folgenden Strategien sollen dir helfen, eine mögliche Überforderung zu überwinden und deinen Weg in Richtung deiner guten Gewohnheiten zu beginnen.
1. Setze dir ein Ziel
Neue Angewohnheiten willst du sicher nicht ohne Grund in dein Leben integrieren. Meist steht dahinter ein Wert oder eine deiner Prioritäten. Das zu erkennen, hilft dir, deine Motivation zu verstehen.
Um die ganze Sache greifbar zu machen und visualisieren zu können, ist es hilfreich, wenn du dir ein machbares Ziel setzt, was zu deiner neuen, guten Gewohnheit passt. Dadurch wird aus einer vagen Idee ein konkreter und messbarer Plan, den du umsetzen kannst.
2. gute Gewohnheiten konkret formulieren
Statt »Ich will mich mehr bewegen.« könntest du sagen »Ich gehe jeden Tag 15 Minuten spazieren.« Es ist wichtig, dass du deine neue oder geänderte Gewohnheit so genau wie möglich formulierst. Diese klare Formulierung hilft dir im Alltag bei der Umsetzung. Du gibst dir selbst damit eine klare und konkrete Handlungsvorgabe, sodass dir die anschließende Umsetzung deutlich leichter fallen wird.
Du weißt genau, was du tun sollst und wann du es tun sollst. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass du die Gewohnheit aufschiebst oder vergisst. Weitere Beispiele dafür eine konkrete Formulierung sind:
- »Ich möchte gesünder essen.« wird zu »Ich esse jeden Tag mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse.«
- Statt »Ich möchte mehr Ordnung halten.« könntest du sagen »Ich räume jeden Abend vor dem Schlafengehen 10 Minuten auf.«
- Aus »Ich will mehr Wasser trinken.« wird »Ich trinke täglich mindestens zwei Liter Wasser.«
3. Passe dein Umfeld an
Passe dein Umfeld entsprechend an, um es dir zu erleichtern, dich an deine neuen Gewohnheiten zu gewöhnen. Auch wenn Gewohnheiten irgendwann ins Unterbewusstsein übergehen und dann kaum noch wahrgenommen werden, ist dies am Anfang definitiv nicht der Fall. Gute Gewohnheiten neu einzuführen benötigt, im Gegensatz zu schlechten Gewohnheiten, die sich meistens heimlich einschleichen, am Anfang etwas Mühe.
Diese Arbeit kannst du dir allerdings ein wenig erleichtern, wenn du dein Umfeld entsprechend anpasst und dir damit kleine Erinnerungen oder Trigger schaffst, die deine gewünschte Gewohnheit auslösen. Du minimierst damit die Chance, abgelenkt zu werden.
Trigger oder Erinnerungen können so etwas Einfaches sein, wie eine Erinnerungsnotiz am Kühlschrank oder eine digitale Erinnerung in deinem Smartphone. Wenn es beispielsweise dein Ziel ist, eine Gewohnheit zu entwickeln, morgens nach dem Aufstehen Sport zu machen, könntest du bereits am Abend zuvor deine Sportklamotten bereitlegen, so wirst du visuell daran erinnert. Aber auch an bestimmte zeitliche Trigger kannst du deine neuen, guten Gewohnheiten knüpfen.
4. Gute Gewohnheiten und Routinen kombinieren
Bereits vorhandene Routinen können außerdem eine gute Möglichkeit sein, neue Angewohnheiten in deinen Tagesablauf zu integrieren. Indem du sie zu unterbewussten Gewohnheit werden lässt. Mithilfe deiner Routinen schaffst du einen natürlichen Übergang und erhöhst somit die Wahrscheinlichkeit, die neue Gewohnheit beizubehalten. Ein Beispiel könnte sein: »Nach dem Mittagessen gehe ich 10 Minuten spazieren.«
5. mit kleinen Schritten zum Ziel
Kleine Schritte sind das Erfolgsrezept, um gute Gewohnheiten zu entwickeln. Du verhinderst damit, dass ein Gefühl von Überforderung einsetzt. Kleine Schritte lassen jedes Ziel, jede Routine und auch gute Gewohnheiten machbar erscheinen.
Um gute Gewohnheiten einzuführen, solltest du daher mit minimalen Veränderungen beginnen. Schrittweise erhöhst du die Veränderung dann so lange, bis du an deinem gewünschten Ziel angekommen bist.
Kleine Schritte sind somit der Schlüssel, um nachhaltige Veränderungen zu erreichen, die einen langfristigen positiven Effekt in deinem Leben haben.
6. Dran bleiben und nicht aufgeben
Dran bleiben ist ein weiteres wichtiges Puzzleteil, um gute Gewohnheiten zu entwickeln. Besonders wenn du ein sehr ungeduldiger Mensch bist, kann es manchmal frustrierend sein, dass du nicht viel schneller an dein Ziel kommst oder du nimmst dir zu viele große Schritte vor, sodass die Überforderung einsetzt.
Dran bleiben und konsistent sein, ist der Schlüssel zum Erfolg. Es dauert etwa 21 bis 28 Tage, um gute Gewohnheiten zu etablieren. Indem du die neuen Angewohnheiten mit Routinen verknüpfst und dir nötige Erinnerungen in deinem Umfeld schaffst, kannst du sicherstellen, dass du am Ball bleibst.
7. flexibel bleiben
Auch Flexibilität ist eine wichtige Komponente, wenn du gute Gewohnheiten entwickeln willst. Nicht immer läuft alles nach Plan und unvorhergesehene Dinge passieren. Sei geduldig und nachsichtig mit dir selbst, wenn du von deinem Weg abweichen musst. Du kannst jederzeit dort weitermachen, wo du aufgehört hast.
Manchmal heißt flexibel sein allerdings auch deine Gewohnheiten und Ziele anzupassen, wenn du merkst, dass du sie langfristig nicht in deinen Alltag eingebunden bekommst. Welche Veränderung kannst du vornehmen und welche Anpassungen sind nötig, damit deine neuen Gewohnheiten einen dauerhaften Platz in deinem Leben finden?
8. Fortschritte festhalten
Fortschritte wahrzunehmen, ist ein wichtiger Teil in jedem Veränderungsprozess. Du solltest dir daher regelmäßig ein paar Minuten Zeit nehmen, um zu reflektieren, wo du gestartet bist und wie weit du bereits gekommen bist. Vor allem, wenn die einzelnen Schritte sehr klein sind, kann es dir schnell so vorkommen, als ob du kaum Fortschritte machen würdest. Das ist allerdings ein Trugschluss. Jeder Schritt bringt dich naher an die dauerhafte Etablierung deiner guten Gewohnheiten.
9. Belohnung nutzen
Ebenso wie die Selbstreflexion über deine Fortschritte können auch Belohnungen neue Motivation bringen. Verhaltensweisen ändern sich nicht über Nacht, daher können Belohnungen helfen, auch wenn schwierigere Zeiten auf dich zukommen. Das Wissen um eine bevorstehende Belohnung kann so manche Unlust oder Herausforderung überwinden.
Weiterhin bringen dir kleine Belohnungen eine positive Assoziation mit den Gewohnheiten, die du dir aneignen willst. Die Angewohnheit wird dann als noch befriedigender und erfüllender wahrgenommen. So sind Belohnungen ein kraftvolles Werkzeug zur Gewohnheitsbildung. Setze sie daher klug ein, um dich zu motivieren und langfristig gute Gewohnheiten zu entwickeln.
10. Unterstützung suchen
Soziale Unterstützung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn es darum geht, gute Gewohnheiten einzuführen. Suche dir Freunde, Familie oder andere Personen, die als dein „Accountability Partner“ agieren. Ein „Accountability Partner“ ist eine Person, mit der du eine gegenseitige Vereinbarung eingehst, um eure jeweiligen Ziele zu verfolgen, Fortschritte zu überwachen und einander zur Verantwortung zu ziehen. Ihr spornt einander an, um am Ball zu bleiben.
Diese 10 Strategien sollen dir helfen, die guten Gewohnheiten zu entwickeln, die du dir vorgenommen hast. Wenn dieser Artikel hilfreich war, könnten dich auch diese Themen interessieren:
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