Familienessen vorkochen ist eine großartige Möglichkeit, den Alltag zu erleichtern und trotzdem für abwechslungsreiche und leckere Mahlzeiten zu sorgen. Mit ein bisschen Planung und den richtigen Tipps kannst du wertvolle Zeit sparen, Stress reduzieren und gleichzeitig dafür sorgen, dass deine Familie rundum gut versorgt ist.

Warum Familienessen vorkochen?
Was ist gemeint, wenn ich von vorkochen spreche? Jeder kennt wahrscheinlich die ganz klassische Resteküche, bei der du Speisen vom Vortag wieder erwärmst und isst.
Vorkochen bedeutet, dass ihr ganze Mahlzeiten oder einzelne Komponenten daraus bereits im Voraus vorbereitet bzw. zubereitet, sodass sie später nur noch erwärmt oder fertiggestellt werden müssen.
Der englische Begriff des »Meal Prepping« meint genau das Gleiche und ist mittlerweile ein riesiger Social Media Trend, dabei ist das Konzept nicht neu. Solange ich denken kann, haben meine Eltern und Großeltern, so viel gekocht, dass mehrere Tage von einer Mahlzeit gegessen werden konnte.
Warum solltest du das Familienessen vorkochen?
Es gibt viele unterschiedliche Gründe und Motivationen, um sich mit dem Thema Familienessen vorkochen zu beschäftigen. Spielst du auch mit dem Gedanken, das Essen für deine Familie vorzukochen? Dann warten diese Vorzüge auf dich:
- Geld sparen: Impulskäufe, Lieferdienste und Fertiggerichte Adieu! Indem du planst und euer Essen vorkochst, könnt ihr eine Menge Geld in deinem Lebensmittelbudget sparen.
- Zeitersparnis: Nicht nur das eigentliche Kochen kostet Zeit, sondern auch das Vorbereiten und das anschließende Aufräumen. Indem du deine Arbeiten beim Vorkochen bündelst, kannst du im Laufe der Woche etwas Zeit sparen.
- weniger Stress im Alltag: Der Alltag ist oft voll mit unterschiedlichen Terminen und Aktivitäten, da kann die Frage: »Was soll ich heute kochen?« noch zusätzlichen Stress mit sich bringen.
- weniger Lebensmittelverschwendung: Dein Essensplan hilft dir dabei, angebrochene Lebensmittel aufzubrauchen und so Lebensmittelverschwendung verringern.
- Stressfreie Essensplanung für die ganze Familie: Das Familienessen vorkochen, gibt dir zudem Planungssicherheit. So können Wünsche und Vorlieben bereits im Vorfeld in die Menüplanung einbezogen werden.
- gesündere Mahlzeiten: Mithilfe der vorgekochten Mahlzeiten bzw. vorbereiteten Lebensmittel kannst du im Handumdrehen ein gesundes Essen auf den Tisch bringen und so auf Fertiggerichte verzichten.
So organisierst du dein Vorkochen!
Jetzt fragst du dich vielleicht: Wie starte ich am besten mit dem Vorkochen? Worauf muss ich achten? Wie kann ich bei der Vorbereitung Zeit sparen? Wie lagere ich das Essen und wie lange hält sich vorgekochtes Essen?
All diese Fragen können im ersten Moment etwas einschüchternd wirken. Familienessen vorkochen muss allerdings nicht kompliziert sein. Im Folgenden habe ich einige Tipps und Tricks gesammelt, die ich in meiner Küche anwende und die Vorkochen zu einem Kinderspiel machen:
Vorbereitung fürs Familienessen vorkochen
Eine gute Vorbereitung ist das A und O, um das Vorkochen für die Familie stressfrei und effizient zu gestalten – mit ein paar einfachen Schritten bist du bestens organisiert:
- Wochenplan erstellen: Schreibe einen Wochenplan für die Mahlzeiten. Überlege, welche Gerichte sich leicht vorbereiten lassen und welche die Familie liebt. Plant vielleicht auch einen Tag zum Resteessen ein. In meiner Familie nennen wir diese Mahlzeit »Restefest« und jeder kann sich aus den übriggebliebenen Mahlzeiten etwas Neues zusammenstellen.
- Vorräte checken & Einkaufsliste schreiben: Schau zuerst, was noch da ist, und ergänze dann deine Liste – das spart Geld und vermeidet Verschwendung.
- Zeit zum Kochen einplanen: Lege einen festen Tag zum Familienessen vorkochen fest. Blocke dir 2–3 Stunden, um entspannt kochen zu können.
Formen des Vorkochens
Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, wenn ihr euer Familienessen vorkochen möchtet. Welche sich für euch am besten eignen, hängt dabei von eurem Zeitplan, den Lagermöglichkeiten und natürlich euren Vorlieben ab:
- fertige Gerichte: Das ist das klassische Vorkochen, wie du es dir sicher vorstellst. Dabei werden Gerichte vollständig gekocht, eventuell direkt portioniert und bei Bedarf erwärmt.
- vorbereitete Komponenten: Ebenso kannst du einzelne Komponenten, wie geschnittenes Gemüse, mariniertes Fleisch, usw. vorbereiten und später nach Belieben kombinieren, um abwechslungsreiche Mahlzeiten auf den Tisch zu bringen.
- Koch einmal, iss zweimal!: Bei dieser Methode verdoppelst du einfach das Gericht, was du eh gerade kochst. Kochst du beispielsweise eine Lasagne, verwende die doppelte Menge Zutaten und bereite direkt eine Zweite vor. Der Zeitaufwand ist kaum höher. Du sparst allerdings zusätzliche Vorbereitungs-, Gar- und Aufräumzeit.
- gezielt große Mengen vorkochen: Wenn du die Möglichkeit hast vorgekochtes Essen einzufrieren oder in anderer Form haltbar zu machen, könnte auch diese Methode etwas für dich sein. Hierbei nimmst du dir gezielt Zeit für eine Vorkochsession und bereitest große Mengen einer oder mehrerer Mahlzeiten zu, die du anschließend portionieren kannst.
Tipps fürs Familienessen vorkochen
Mit ein paar einfachen Tipps wird das Vorkochen fürs Familienessen zum Kinderspiel – hier sind meine besten Tricks, um Zeit zu sparen und alles gut zu organisieren:
- parallel kochen: Koche mehrere Gerichte gleichzeitig, z. B. während der Auflauf im Ofen ist, kannst du Gemüse schneiden und nebenbei eine Suppe köcheln lassen.
- was am längsten kocht, zuerst: Starte mit Gerichten, die viel Zeit brauchen, wie Eintöpfe oder Ofengerichte. Sind diese im Ofen oder auf dem Herd, kannst du dich um die Vorbereitung von weniger zeitintensiven Komponenten kümmern.
- Kühlschrank vs. Tiefkühler: Frisch gekochtes hält im Kühlschrank meist 2–3 Tage, im Tiefkühler deutlich länger. Wichtig: erst abkühlen lassen!
- langlebige Behälter verwenden: Idealerweise aus Glas, sodass du dein Essen später direkt darin erwärmen kannst. Essen in Plastikbehältern sollte vor dem Erwärmen in ein andere Gefäß umgefüllt werden.
- Routinen entwickeln: Der Anfang ist vielleicht ungewohnt, aber Routine macht’s leichter! Leg dir einen festen Tag fürs Vorkochen fest, plane deine Mahlzeiten, mache eine Einkaufsliste und finde heraus, was für dich und deine Familie am besten funktioniert.
Was eignet sich und was eignet sich nicht?
Es gibt unterschiedliche Lebensmittel und Gerichte, die sich wunderbar vorkochen lassen und andere hingegen eignen sich eher weniger, um vorgekocht zu werden.
Vor allem die Konsistenz ist dabei ein entscheidender Faktor. Allerdings müsst ihr für euch als Familie entscheiden, was für euch in Ordnung ist und welche Gerichte ihr lieber frisch zubereitet verzehrt. Probiert einfach unterschiedliche Gerichte und Lebensmittel aus, sodass ihr mit der Zeit ein Gefühl dafür bekommt, was für euch am besten funktioniert.
Diese Lebensmittel oder Gerichte eignen sich gut:
- Eintöpfe und Suppen: Ob Gulasch, Kürbissuppe oder Möhreneintopf – Suppen und Eintöpfe sind die Klassiker, wenn man an das Thema Vorkochen denkt.
- Aufläufe: Auch hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Aufläufe lassen sich wunderbar vorbereiten und später wieder erwärmen.
- Kartoffel-, Nudel- oder Reissalate: Einmal vorbereitet können sie im Kühlschrank gelagert werden und bieten in sekundenschnelle eine leckere Mahlzeit.
- Obst oder Obstsalat: Nicht nur Hauptspeisen lassen sich wunderbar vorbereiten. Auch Obst oder Obstsalat, für das Frühstück oder einen Snack zwischendurch eignen sich hier wunderbar. Allerdings solltest du bei der Wahl deiner Obstsorten aufmerksam sein. Früchte wie Melone, Beeren, Weintrauben oder Zitrusfrüchte lassen sich gut vorbereiten. Bananen oder Pfirsiche können hingegen matschig werden. Äpfel und Birnen werden aufgeschnitten schnell braun. Daher kommt es hier auf die richtige Lagerung an. Ein Schuss Zitrone oder Limette kann die Oxidation verhindern.
- Curry: Ob fleischhaltig oder vegetarisch, die Auswahl an Currygerichten ist riesig. Serviere Reis oder Naan-Brote dazu und du hast ein leckeres, sättigendes Essen.
- Ofengemüse: Auch Ofengemüse lässt sich hervorragend vorbereiten. Hierfür kannst du wunderbar alle Gemüsereste verwenden, die du noch im Kühlschrank hast. Fix einen leckeren Dip (z. B. einen Joghurtdip oder Hummus) dazu gemacht und schon steht deine Mahlzeit auf dem Tisch.
- Bircher Müsli: Familienessen vorkochen gilt für alle Mahlzeiten, so hast du mit dem Bircher Müsli eine leckeres, sättigendes Frühstück, ohne morgens für zusätzlichen Stress zu sorgen. Einfach am Abend zuvor vorbereiten und morgens genießen!
Diese Lebensmittel oder Gerichte eignen sich eher weniger:
- Blattsalate mit Dressing: Blattsalate können durch das Dressing schnell matschig werden und eignen sich daher weniger gut. Möchtest du dennoch einen Salat vorbereiten, solltest du das Dressing separat aufbewahren und erst kurz vor dem Verzehr über den Salat gießen.
- panierte oder frittierte Lebensmittel: Schnitzel, Pommes und Co. werden beim Abkühlen oft weich und fettig. Sie lassen sich daher nur bedingt gut aufwärmen. Eine Möglichkeit, etwas von der gewünschten Konsistenz zu erhalten, könnte das Aufwärmen bei Umluft im Backofen oder eine Heißluftfritteuse sein.
- Rühr- und Spiegelei: Eier verändern beim Aufwärmen oft ihre Konsistenz und werden gummiartig. Sie sollten daher besser frisch zubereitet werden.
- Meeresfrüchte: Auch diese können beim Erhitzen eine zähe bzw. gummiartige Konsistenz entwickeln und sind daher besser zur frischen Zubereitung geeignet.
Na?! Auch Hunger bekommen? Dann wünsche ich dir viel Spaß beim Vorkochen. Wenn dieser Artikel hilfreich war, könnten dich auch diese Themen interessieren:
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