»Was gibts denn heute zu Essen?« Kommt dir diese Frage auch aus den Ohren gelaufen, weil du sie jeden Tag aufs Neue hörst? Oder nervt es dich, dass du dir jeden Tag aufs Neue überlegen musst, was du heute kochen könntest und dann zu schnellen Fertiggerichten tendierst, weil keine Zeit zum Kochen bleibt? Dann ist ein Essensplan für die Woche genau das richtige Hilfsmittel.
Wie hilft dir ein Essensplan für die Woche?
Ein Essensplan für die Woche klingt in der Theorie gut? Aber du befürchtest, dass du im Alltag daran scheitern wirst diesen dann auch umzusetzen? Im Folgenden gebe ich dir ein paar überzeugende Gründe, warum du es zumindest versuchen solltest und wie es deinen Alltag erleichtern kann:
- Alle wissen Bescheid: Die lästige Frage: »Was gibt es heute zu essen?« entfällt damit ein für alle Mal. Halte euren Essensplan schriftlich fest und hängt ihn an eine Stelle, die für jeden aus der Familie gut lesbar ist.
- Lebensmittelverschwendung vermeiden: Geöffnete Verpackungen und Lebensmittel, die dringend verbraucht werden müssen, bevor sie schlecht werden, können ganz einfach eingeplant und aufgebraucht werden. Überlege dir zuerst, wie du diese Lebensmittel aufbrauchen kannst und baue deinen Essensplan anhand dieser Ideen auf.
- Geld sparen: Weniger auswärts essen, weniger Fertiggerichte, weniger Lebensmittelverschwendung und die Vermeidung von Impulskäufen, all das sind Vorteile deines Essensplans, die dir auch noch dabei helfen eine Menge Geld zu sparen.
- weniger Stress: Du triffst einmal die Entscheidung, welche Gerichte du kochen möchtest und musst dich anschließend nicht jeden Tag aufs Neue mit der Frage beschäftigen. Je weniger Entscheidungen du täglich treffen musst, desto entspannter ist der Alltag.
- gesündere Mahlzeiten: Du hast genügend Zeit, um dir leckere, gesunde und ausgewogene Mahlzeiten zu überlegen und bist nicht darauf angewiesen kurzfristig auf ungesunde Gerichte zurückzugreifen.
- Zeit sparen: Du musst täglich weniger Zeit mit der Planung deiner Mahlzeiten verbringen und kannst zusätzlich einige Komponenten oder Gerichte vorbereiten, wenn du etwas freie Zeit hast, so sparst du Zeit und auch schmutziges Geschirr, welches auch wieder abgewaschen werden müsste.
Wie gestaltest du deinen Essensplan für die Woche?
Jetzt hast du sicherlich eine ziemlich gute Idee, welche Vorteile ein Essensplan für die Woche bietet. Nun ist es an der Zeit, diese Tipps in die Praxis umzusetzen und einen eigenen Pan zu erstellen. Die folgenden Schritte bieten dir eine Anleitung, wie du am besten dabei vorgehst:
1. Rahmenbedingungen für deinen Essensplan festlegen
Zuerst solltest du über die allgemeinen Rahmenbedingungen nachdenken. Für wie viele Tage der Woche möchtest du planen? Hast du bereits Verabredungen zum Essen auswärts? Für wie viele Personen möchtest du planen? Gibt es Mahlzeiten, an denen du zusätzliche Personen einplanen möchtest, weil du Besuch bekommst?
Du kannst dir außerdem überlegen, wie genau du planen möchtest. Willst du nur bestimmte Mahlzeiten planen oder den gesamten Tag (Frühstück, Mittagessen und Abendessen)? Hast du vor, auch Snacks oder Desserts für die Woche zu planen?
Du kannst zudem Tage einplanen, an denen du keine neuen Gerichte kochst, sondern die du gezielt zur Resteverwertung der Vortage nutzt. So sparst du nicht nur eine Menge Geld, sondern verhinderst zusätzlich, dass Lebensmittel verschwendet werden.
2. Rezepte für die Woche auswählen
Nachdem du dir grundsätzlich überlegt hast, wie du deinen Essensplan für die Woche gestalten möchtest, ist es jetzt an der Zeit, die passenden Rezepte auszuwählen.
Wähle am besten Rezepte, von denen du weißt, dass sie dir und deiner Familie gut schmecken. Es muss nichts super aufwendiges oder kompliziertes sein. Nudeln mit einer Tomatensoße werden auch oft gerne gesessen, besonders von Kindern, machen satt und sind super schnell zubereitet.
Wenn du keine Ideen hast, welche Rezepte du in den Essensplan für die Woche aufnehmen könntest, kannst du deine Familie oder andere Haushaltsmitglieder einbeziehen. Jeder kann Ideen oder Wünsche äußern und diese werden dann in den Plan aufgenommen.
Eine andere Möglichkeit Kreativität, Abwechslung und Spaß in deinen Essensplan zu bringen sind thematische Tage oder Wochen bzw. ein bestimmtes Motto. Das kann der Nudelmittwoch, der fleischfreie Montag oder die Pizza am Samstagabend sein. Ebenso könntest du eine italienische oder mexikanische Woche ausrufen. Diese Themen kannst du beliebig variieren und trotzdem bringen sie etwas Struktur in deinen Plan. Sie helfen dir schneller neue Ideen zu finden.
Während du die Gerichte planst, hast du außerdem sehr gut die Möglichkeit dein Budget im Auge zu behalten. Lebensmittelkosten sind einer der größten Kostenpunkte in einem Budget, wenn du beim Einkaufen sparen willst oder günstige Mahlzeiten kochen willst, hat die Wahl deiner Rezepte einen großen Einfluss.
3. Essensplan für die Woche erstellen
Deine ausgewählten Rezepte kannst du entsprechend deiner verfügbaren Zeit innerhalb der Woche verplanen. Dabei solltest du auch deinen Alltag und deine Aktivitäten mitbedenken. An Tagen, an denen du erst spät nachhause kommst oder wo nur eine kurze Mittagspause möglich ist, wirst du sicherlich nicht anfangen ein ausgefeiltes Drei-Gänge-Menü zu kochen. Indem du deinen Zeitplan berücksichtigst, kannst du einen Essensplan für die Woche erstellen, der realistisch und gut umsetzbar ist. Besonders lange Tage eignen sich wunderbar, um Reste zu essen. Diese sind schnell aufgewärmt und trotzdem lecker.
Sei allerdings auch flexibel für Änderungen. Es ist okay, wenn du nicht jeden Tag strikt nach Plan isst. Lass Raum für spontane Änderungen. Vielleicht hast du eines Abends Lust auf etwas anderes oder möchtest spontan auswärts essen gehen.
4. Einkaufsliste schreiben und einkaufen gehen
Wenn dein Plan steht, ist es an der Zeit, eine Einkaufsliste zu schreiben. Dafür kannst du zuerst schauen, welche Zutaten du für die unterschiedlichen Gerichte benötigst, welche Zutaten du bereits in deiner Vorratshaltung hast und welche Zutaten du zusätzlich benötigst, um eine leckere und ausgewogene Mahlzeit zuzubereiten.
Grundzutaten, wie Nudeln, Reis, unterschiedliche Hülsenfrüchte usw. sind kostengünstig und bilden eine gute Basis für viele verschiedene Gerichte. Ebenso kann dir eine Einkaufliste dabei helfen, unnötige Ausgaben zu vermeiden.
5. Vorbereitung der Zutaten oder Gerichte
Da du nun genau weißt, welche Rezepte du im Verlauf der Woche kochen bzw. essen möchtest, kannst du, wenn es deine Zeit zulässt, schon die ersten Vorbereitungen treffen oder sogar einzelne Gerichte vollständig vorkochen. Du kannst auch größere Mengen kochen und diese anschließend portionsweise einfrieren.
Aber auch Gemüse schneiden, Fleisch marinieren, Dressings oder Soßen vorbereiten und Beilagen, wie Reis oder Couscous kochen, spart dir im Laufe der Woche eine Menge Zeit. Idealerweise verwenden unterschiedliche Rezepte die gleichen Komponenten, sodass du nur einmal eine größere Menge einer Zutat (z. B. Zwiebeln oder Knoblauch) vorbereiten musst. Verwende diese anschließend für verschiedene Mahlzeiten.
6. Essensplan überprüfen und Anpassungen vornehmen
Nimm dir am Ende der Woche noch einmal deinen Essensplan zu Hand. Überlege, was gut geklappt hat und wo du Änderungen für die nächste Woche vornehmen möchtest. Die Erfahrungen, die du gesammelt hast, kannst du nutzen, um den nächsten Plan zu verbessern.
Je nachdem wie gerne du planst, kannst du selbstverständlich auch für einen längeren Zeitraum planen. Das können zwei Wochen, ein Monat oder wenn du einen sehr großen Zeitraum planen willst, sogar ein Vierteljahr sein. Überlege dir dabei, wie du mit unvorhergesehenen Situationen am besten umgehen kannst, sodass du deinen Plan gut umsetzen kannst.
Ich hoffe diese Tipps für einen Essensplan für die Woche erleichtern dir deinen Alltag. Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, könnten dich auch diese Themen interessieren:
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