Fotos, alte Konzerttickets, Briefe, das alles können wertvolle Erinnerungen an schöne Momente sein. Doch wie bewahrst du diese Erinnerungsstücke am besten auf? Sie sollten gut geschützt sein, damit sie nicht beschädigt werden. Eine Erinnerungskiste ist eine gute Möglichkeit, sentimentale Dokumente und Gegenstände aufzubewahren.
Vor ein paar Wochen habe ich nach fast 20 Jahren mein Kuscheltier aus der Kindheit wieder in den Händen gehalten. Ein Hund mit schwarz-weißem Fell. In diesem Moment sind so viele Erinnerungen aus meine Kindheit vor meinem inneren Auge erschienen. Ich wusste direkt, dass ich ihn gerne an einem sicheren Ort aufbewahren will. Meine Erinnerungskiste ist der perfekte Platz dafür.
Was ist eine Erinnerungskiste und warum solltest du eine haben?
Eine Erinnerungskiste ist ein Behälter, in dem du sentimentale Dokumente und Gegenstände aufbewahren kannst. Alles von einer einfachen durchsichtigen Plastikkiste mit Deckel bis hin zu einer kunstvoll verzierten Holzbox kann dir als Erinnerungskiste dienen. Welche Art der Aufbewahrung und auch die Größe der Box entscheidest du am besten für dich persönlich. Ich empfehle dir allerdings nicht mehr als eine Kiste zu haben, da sonst die Chance besteht, dass du zu viele Dinge aufhebst und deine wahren Schätze mittendrin untergehen. Die Erinnerungskiste dient einerseits der sicheren Aufbewahrung deiner Erinnerungsstücke, aber hilft dir gleichzeitig dabei deine Sammlung auf die wichtigsten Dinge zu beschränken.
Der große Vorteil ist, dass du alle deine wichtigen und sentimentalen Erinnerungsstücke an der gleichen Stelle aufbewahrst und sie so jederzeit schnell finden kannst. Sie ermöglicht es dir, in der Vergangenheit zu stöbern und dich an ganz bestimmte Momente zu erinnern.
Eine solche Kiste hilft dir allerdings auch bei der Organisation deines Zuhauses, indem du Erinnerungsstücke an einem Ort sammelst, vermeidest lose herumliegende Gegenstände, die beschädigt oder verschmutzt werden könnten.
Wenn du es möchtest, kann eine Erinnerungskiste auch helfen, deine Familiengeschichte an nachfolgende Generationen weiterzureichen.
Welche Erinnerungen aufheben?
Wie du deine Erinnerungskiste füllst, hängt ganz individuell von deiner Situation und deinen Erlebnissen ab. Wir alle machen im Laufe unseres Lebens ganz unterschiedliche Erfahrungen und so sind auch unsere Erinnerungen einmalig. Es gibt daher nicht die eine richtige Antwort, welche Dinge du am besten aufheben solltest. Folge deinem Bauchgefühl, wenn du entscheidest, welche Erinnerungsstücke einen Platz in deiner Erinnerungskiste finden sollen.
Beispiele für Erinnerungsstücke in deiner Erinnerungskiste könnten sein:
- Bilder oder Fotoalben
- Briefe, Notizen oder Tagebücher
- sentimentale Erbstücke oder Schmuck
- Urkunden, Auszeichnungen oder Trophäen
- das Lieblingskuscheltier aus der Kindheit oder andere Textilien
- CDs, Konzerttickets oder ein Programmheft einer besonderen Veranstaltung
Diese Liste ist selbstverständlich nicht abschließend, sondern soll dir nur ein wenig Inspiration geben, womit du deine persönliche Erinnerungskiste bestücken könntest.
Erinnerungskiste für besondere Anlässe
Zur Geburt eines Babys, zu deiner Hochzeit oder zu anderen besonderen Anlässen kann eine Erinnerungskiste des Ereignisses eine schöne Erinnerung an den besonderen Tag sein. Diese Boxen sind häufig etwas kleiner und sind gefüllt mit Erinnerungsstücken eines ganz spezifischen Ereignisses.
Diese Gegenstände könnten sich in solchen Erinnerungskisten befinden:
Zur Geburt eines Kindes: Ultraschallbilder, der erste Strampler, Abdrücke der Hände und Füße, das erste Spielzeug, besondere Geschenke zur Geburt oder das Krankenhausarmbändchen
Zur Hochzeit: Hochzeitbilder, das Strumpfband der Braut, Andenken an die Flitterwochen, das Gästebuch, Erinnerungsstücke der Hochzeitsfeier oder Blumen aus dem Brautstrauß
Ob du für solche Ereignisse eine eigene Erinnerungskiste anlegen möchtest und womit du sie füllst, ist natürlich vollkommen dir überlassen. Sie kann dir helfen, Erinnerungen an diesen besonderen Tag zu wahren.
Eine Kiste für ganze Familie oder für jede Personen?
Wenn du darüber nachdenkst, eine Erinnerungskiste zu gestalten, stellen sich dir womöglich einige Fragen. Wann sollte ich damit beginnen? Soll ich eine Box für die gesamte Familie anlegen oder lieber für jede Person einzeln? Was mache ich mit den Erinnerungskisten von anderen Familienmitgliedern?
Du kannst zu jederzeit damit beginnen, eine Erinnerungskiste zusammenzustellen. Meist gibt es einen Anlass, der dich dazu bewegt, deine sentimentalen Schätze zu organisieren. Das kann ein großes Organisationsprojekt, wie eine Aussortier-Challenge sein oder aber ein Ereignis in deinem Leben, wie die Geburt eines Kindes. Es ist nie zu früh oder zu spät, um damit anzufangen.
Bei der Frage, ob alle Erinnerungen der gesamten Familie in einer gemeinsamen Box gelagert werden sollten, würde ich dir davon abraten. Jede Person deines Haushalts hat im Laufe ihres Lebens ganz spezielle und individuelle Erfahrungen gemacht. Dementsprechend sind Erinnerungen wahrscheinlich auch mit ganz unterschiedlichen Dingen verbunden. Jede Person sollte daher ihre eigene Box haben und entscheiden dürfen, welche Gegenstände Teil der Sammlung sind. Natürlich kannst du trotzdem noch eine Erinnerungskiste für die gesamte Familie anlegen. Diese kann Erinnerungen von Momenten und Aktivitäten enthalten, die ihr alle gemeinsam erlebt habt.
Jetzt stellt sich natürlich noch die Frage, was passiert mit Erinnerungskisten, wenn ein Familienmitglied deinen Haushalt verlässt, beispielsweise wenn ein Kind erwachsen wird und Zuhause auszieht.
Überlass diese Entscheidung deinem Kind, was mit der Box und ihrem Inhalt passiert. Eine Erinnerungskiste soll für niemanden eine Last sein. Es ist daher wichtig, dass du deutlich machst, dass die Entscheidung, ob das Kind die Erinnerungskiste behalten möchte, nicht bei dir liegt und es frei ist, sich zu entscheiden, die Dinge zu behalten oder auch nicht. Das kann für dich möglicherweise emotional schwierig sein. Allerdings sollte das Kind nicht mit Schuldgefühlen leben müssen, weil es die Erinnerungsstücke möglicherweise nicht behalten möchte.
Die Erinnerungskiste ist voll – Was nun?
Wir können nicht alle Dinge für immer aufheben. Die Erinnerungskiste dient dir gleichzeitig als eine Art der Begrenzung. Nur die wertvollsten und sentimentalsten Stücke sollten darin Platz finden. Das betont außerdem die Bedeutung der Stücke, bei denen du dich aktiv dafür entscheidest, sie aufzuheben.
Wenn deine Erinnerungskiste voll ist, solltest über das Ausmisten nachdenken. Gehe alle Stücke und Dokumente durch. Überlege dir, ob sie noch immer den gleichen Wert für dich haben, wie an dem Tag, an dem du sie in die Box gelegt hast. Gibt es Sachen, von denen du dich trennen kannst, um Platz für neue Erinnerungsstücke zu machen?
Das regelmäßige Begutachten und Aussortieren deiner Erinnerungskiste führt zu einer fein säuberlichen Sammlung besonders wertvoller und sentimentaler Gegenstände. Vergiss nicht, dass Erinnerungen nicht verloren gehen, nur weil du dich möglicherweise von einem Gegenstand trennst, der dich an einen Moment oder eine Person erinnert. Deine Erinnerungen trägst du weiterhin in deinem Kopf und deinem Herzen mit dir.
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