Deine Finanzen bringen dich ins Schwitzen oder hast du kaum eine Ahnung, wie viel Geld jeden Monat hereinkommt und von dir ausgegeben wird? Damit kannst du ganz einfach Schluss machen. Eine Budgetierung deines Geldes kann dir dabei helfen, den Überblick und die Kontrolle zurückzugewinnen.
Was heißt Budgetierung?
Budgetierung heißt, dir einen Plan für deine Einnahmen und Ausgaben zu erstellen, deinen Finanzzielen einen Platz zu geben sowie einen Überblick zu gewinnen, wie du aktuell finanziell aufgestellt bist.
Von vielen wird ein Budget als einengend oder beschränkend wahrgenommen, das muss allerdings nicht sein. Tatsächlich kann dir eine gut durchdachte Budgetplanung finanzielle Freiheit und Kontrolle geben. Du entscheidest dich für einen bewussten Umgang mit Geld und priorisierst deine Ziele.
Eine Budgetierung deines Geldes bietet viele Vorteile:
Klarheit und weniger Stress sind meiner Meinung nach die wichtigsten Vorteile, die dir ein Budget bringen können. Du weißt jederzeit, wie hoch deine Einnahmen sind, aber auch welche Ausgaben du hast. Kaum etwas ist stressiger, als Ungewissheit. Deine Budgetierung zeigt dir alle Zahlen schwarz auf weiß, sodass du emotionale Entscheidungen und Finanzen voneinander trennen kannst.
Indem du einen Plan für dein Geld schaffst, kannst du zielgerichtet Handeln und rationale Entscheidungen trennen. Ob Sparziele, Notgroschen oder geplante Anschaffungen, deine Finanzen stehen deinen Zielen nicht mehr im Weg, sondern unterstützen sie.
Ein Budget hilft dir außerdem Schulden zu vermeiden und deine Ausgaben zu kontrollieren. Wenn du ein Bewusstsein dafür hast, wie viele Einnahmen und Ausgaben du hast, kannst du verhindern weitere Ausgaben zu tätigen, die Schulden verursachen würden. Ebenso kann dir ein Budget beim Schuldenabbau helfen.
Durch kontinuierliches Budgetieren kannst du finanzielle Sicherheit erreichen. Ein Budget ist viel mehr als nur ein Plan für deine Einnahmen und Ausgaben. Es ermutigt dich auch, dich regelmäßig mit deinen Finanzen auseinander zu setzen und so gesunde finanzielle Gewohnheiten zu entwickeln.
10. Tipps für deine erfolgreiche Budgetierung
Ein gepflegtes Budget benötigt etwas Disziplin, denn nur wenn du dich regelmäßig damit beschäftigst, kann es dir auch die oben genannten Vorteile bringen. Es ist ein Werkzeug, dass du als dauerhaften Begleiter in deinem Alltag ansehen solltest. Die folgenden 10 Tipps sollen dich im Umgang mit deinem Budget unterstützen.
1. Finde die richtige Methode für dich
Apps, Exceltabelle oder Papier und Stift, wähle die Variante, die für dich persönlich am besten funktioniert. Du kannst auch unterschiedliche Methoden ausprobieren und dich dann festlegen. Das Ziel ist es, dass dir das Budgetieren so leicht wie möglich fällt und nicht noch eine zusätzliche Bürde im so schon stressigen Alltag ist.
Alle Methoden haben ihre Vor- und Nachteile, die du für dich persönlich abwägen musst. Nach Möglichkeit wählst du eine Variante, die dich durch Automatisierung bei der Budgetierung unterstützt. So wird dir einiges an Stress und Überforderung genommen, gerade wenn du noch neu im Thema Budgetieren bist.
2. so genau wie möglich
Um einen realistischen Einblick in deine Finanzen zu bekommen, solltest du versuchen alle finanziellen Bewegungen so genau wie möglich abzubilden. Meist kommt es dabei nicht auf ein oder zwei Cent an, aber du solltest schon darauf achten, möglichst alle Einnahmen und Ausgaben zu erfassen. Nur so kannst du ein genaues Bild deiner Finanzen bekommen.
3. Budgetierung regelmäßig prüfen
Ein Budget ist nur sinnvoll, wenn du regelmäßig damit arbeitest. Der beste Plan bringt nichts, wenn man sich nicht daran hält. Wie weißt du, ob du dich noch an deine geplanten Ausgaben und Ziele hältst? Richtig, du schaust dir regelmäßig die neuen Finanzbewegungen auf deinem Konto an. Nimm dir dafür am besten einmal in der Woche etwas Zeit und trage neue Einnahmen oder Ausgaben in dein Budget ein.
4. Bleib Flexibel
Deine Budgetierung ist nicht in Stein gemeißelt. Umstände ändern sich und Prioritäten verschieben sich. Nur weil du einmal einen Plan gemacht hast, heißt das nicht, dass sich dieser nicht auch wieder ändern kann. Prüfe daher regelmäßig, ob dein Budget noch zu deiner aktuellen Lebenssituation passt und aktualisiere es an, wenn nötig.
5. Erstelle eine realistische Budgetierung
Dein Budget ist so individuell wie du selbst. Es sollte daher perfekt an dich und deine Lebensumstände angepasst sein. Du wirst kein zweites Budget finden, dass so gut auf dich zugeschnitten ist, wie dein eigenes. Die einzelnen Kategorien sollten dies auch widerspiegeln. Nur wenn du ein realistisches Budget setzt, ist es für dich auch einfach es einzuhalten.
Dir sind qualitativ hochwertige Lebensmittel wichtig? Cool, plane in deinem Lebensmittelbudget genügend Platz dafür ein. Du verreist gerne? Dann sollte dein Sparfokus auf dem Sinking Fund für deinen Urlaub liegen. Was auch immer es ist, was dir persönlich wichtig ist, dein Budget sollte es reflektieren. Nur so wirst du dein Budget dauerhaft einhalten können.
6. Unterscheide fixe und variable Ausgaben
Trenne deine fixen Ausgaben (Miete, Strom, Internet) im Budget optisch von deinen variablen Kosten (Lebensmittel, Essengehen, Tanken). Während deine fixen Ausgaben jeden Monat gleich bleiben, können die Ausgaben in den variablen Kategorien schwanken. Deine variablen Kosten sind daher auch die idealen Stellschrauben, wenn es darum geht, Geld einzusparen. Natürlich kannst du auch Änderungen an deinen Fixkosten vornehmen, z. B., indem du in eine günstigere Wohnung ziehst oder einen neuen Handyvertrag mit besseren Konditionen abschließt. Diese Änderungen sind im Vergleich zu den variablen Ausgaben allerdings langfristiger.
7. ungewöhnlichen Finanzbewegungen nachgehen
Deine Budgetierung ist auch gleichzeitig eine Kontrolle für dich. Hast du ungewöhnliche Geldflüsse festgestellt oder werden höhere Beträge als normal abgebucht? Dann solltest du diese Gelegenheit nutzen, um diese Zahlungen zu hinterfragen und zu verstehen. Ich hoffe, dass es in den seltensten Fällen Betrug ist, aber auch unbemerkt erhöhten Vertragskosten kannst du so aufdecken und dir ggf. nötige Maßnahmen überlegen.
8. ungenutzte Abos kündigen
Fällt dir Monat für Monat wieder dieses eine Abo auf, dass du irgendwann mal abgeschlossen hast, aber das du eigentlich gar nicht mehr nutzt? Klassisch dafür sind Streamingdienste, Apps oder Fitnessstudiogebühren. Jetzt ist die Zeit diese zu kündigen und nicht unnütz weiterhin Geld für Leistungen zu bezahlen, die du nicht mehr nutzt.
9. Schaffe Platz für Sparziele
Auch deine Sparziele sind eine wichtige Kategorie in deinem Budget. Sie erlauben es dir größere Anschaffungen zu tätigen oder dir Wünsche, Träume und Ziele zu erfüllen. Deine Sparziele sollten zu deinen Lebensumständen passen und deine Prioritäten widerspiegeln. Schaue dir die Entwicklung deiner einzelnen Sparziele regelmäßig an und nimm Änderungen vor, wenn du das Gefühl hast, dass sich deine Ziele verändert haben.
10. sei ehrlich zu dir selbst
Für eine gute finanzielle Planung ist es wichtig, dass du mit dir selbst ehrlich bist. Hast du viel mehr Geld ausgeben, als du eigentlich wolltest? Nicht so schlimm. Nächsten Monat kannst du es wieder neu probieren, dich an die gesetzten Höhen deiner Budgetkategorien zu halten. Klappt es dann wieder nicht, könnte es ein Anzeichen sein, dass du dein Budget anpassen solltest, damit es besser zu deinem Leben passt. Diese Erkenntnis ist nur möglich, wenn du bei der Budgetierung ehrlich zu dir bist.
Finanzen sind für viele Menschen eng mit Emotionen verbunden. Diese können dazu führen, dass du impulsive Käufe rechtfertigst oder bestimmte Ausgaben verharmlost. Diese Emotionen können zu einem unrealistischen Budget führen. Indem du das erkennst und dir gegenüber ehrlich bist, was deine Ausgaben angeht, kannst du ein realistischeres Budget erstellen und bessere finanzielle Entscheidungen treffen.
Diese 10 einfachen Tricks sollen dir helfen, dein Budget und deine Finanzen in den Griff zu bekommen. Wenn dich dieses Thema interessiert, könnten dir auch diese Artikel gefallen:
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