Aussortieren in 30 Tagen wird dein Leben verändern! Das klingt im ersten Moment vielleicht weit entfernt oder gar übertrieben? Hast du das Gefühl überall in deiner Wohnung oder deinem Haus liegt etwas herum und es scheint unmöglich Ordnung zu halten? Dann wird dir diese 30 Tage Challenge hoffentlich dabei helfen, Ordnung in deinen Haushalt zu bringen.
Was ist eine 30 Tage Aussortier-Challenge?
Wie es der Name dieser Challenge schon sagt, geht es darum, für 30 Tage an jedem Tag etwas auszusortieren. Dabei geht es nicht darum, stundenlang und ohne Plan die eigene Wohnung auf den Kopf zu stellen, sondern anhand eines Plans eine ganz konkrete Stelle im Haushalt auszusortieren. Ideal ist dafür ein Zeitfenster von 10 bis 15 Minuten pro Tag. Diese lassen sich leicht in jeden Alltag integrieren und man bleibt fokussiert bei der Sache.
Welche Vorteile bringt regelmäßiges Aussortieren?
Die eigene Wohnung auszusortieren, klingt für viele nach einer eher langweiligen und möglicherweise sogar überfordernden Aufgaben. Hier findest du einige Vorteile, die dir regelmäßiges Aussortieren in deinem Alltag bringen:
Mehr Platz: Befreie dich von all den Dingen, die in Schränken und Regalen Staub sammeln. Du wirst darüber erstaunt sein, wie viel Platz du gewinnst, wenn du dich von den Sachen trennst, für die du keine Verwendung mehr hast.
Weniger Stress: Einer der größten Vorteile einer aussortierten Wohnung ist die mentale Freiheit, die man gewinnt. Oft ist es einem gar nicht bewusst, welchen großen Einfluss Unordnung und überschüssiger Besitz auf das eigene mentale Wohlbefinden haben. Ein vereinfachtes Leben kann dazu beitragen, dass du dich entspannter fühlst und weniger Stress in deinem Zuhause empfindest.
Mehr Zeit: Jeder Gegenstand in deinem Zuhause ist Teil eines Inventars, das es zu managen gilt. Wenn du weniger Gegenstände besitzt, um die du dich kümmern musst, bleibt mehr Zeit für die wichtigsten Dinge in deinem Leben wie Familie, Freunde oder Hobbys.
Klarheit: Unnötige Gegenstände führen zu unnötiger Ablenkung. Entferne Sie! Dies wird dir dabei helfen, dich auf die Sachen zu fokussieren, die dir wirklich wichtig sind.
FAQ:
Wie lange sollte ich täglich aussortieren?
Für diese Challenge empfehle ich pro Tag 10 -15 Minuten fokussiertes aussortieren.
Wie kann ich mich motivieren, um mit dieser Challenge zu beginnen?
Fang einfach an. Augen zu und durch! Der große Vorteil dieser Challenge ist, dass sie in jeden Alltag passt. Sobald dein Timer abgelaufen ist, kannst du einfach aufhören. Wenn du die ersten Ergebnisse siehst, wird es dich sicher zum Dranbleiben motivieren.
Welche Bereiche meiner Wohnung sollte ich bei der Challenge priorisieren?
Grundsätzlich ist es möglich, in jedem Bereiche deiner Wohnung mit dem auszusortieren zu beginnen. Allerdings kannst du natürlich in dem Bereich beginnen, der dir den meisten Stress verursacht. Mach es dir nicht zu kompliziert. Es gibt nicht die eine perfekte Reihenfolge. Im Verlauf der Challenge wirst du dich allen Bereichen widmen.
Was soll ich tun, wenn ich mich von einem bestimmten Gegenstand nicht trennen möchte?
Behalte ihn! Du kannst darüber nachdenken, warum es dir im Moment so schwerfällt, dich von diesem Gegenstand zu trennen. Hat er einen besonderen Nutzen für dich? Hat er einen besonders sentimentalen Wert? Gehe zu einem anderen Gegenstand weiter und schaue dir diesen Gegenstand zu einem späteren Zeitpunkt wieder an. Dann kannst du neu entscheiden. Aussortieren ist wie Zwiebeln schälen. Man kann eine Schicht nach der anderen abschälen.
Wie oft sollte ich das Aussortieren wiederholen, um ein minimalistischeres Leben zu führen?
Ich persönlich mache die 30 Tage Aussortier-Challenge einmal im Jahr. Oft zum Beginn des neuen Jahres, um frisch in ein neues Jahr zu starten. Es liegt ganz an dir, wie oft du sie wiederholen möchtest. Aussortieren muss allerdings nicht an eine bestimmte Challenge gebunden sein. Am besten sortierst du kontinuierlich aus.
Wie kann ich das Gefühl vermeiden, dass ich etwas aussortiere, das ich später bereue?
Für viele Menschen ist die Sorge, etwas auszusortieren, dass man später noch einmal braucht, die größte Hürde, um damit zu beginnen. Besonders bei sentimentalen oder wertvollen Gegenständen ist die Angst groß, einen Fehler zu machen. Hier möchte ich dir einige Tipps geben, wie du diese Gefühle verringern oder sogar ganz vermeiden kannst:
Denk über die Gründe für deine Gefühle nach: Oft verbinden wir bestimmte Emotionen mit bestimmten Gegenständen. Auch finanzielle Sorgen können, diese Gefühle in dir auslösen. Gehe einmal tief in dich und probiere zu ergründen, welche Gründe dich wirklich am Aussortieren hindern.
Schaffe klare Kriterien: Bevor du loslegst, solltest du klare Kriterien definieren, die dir dabei helfen schneller und objektiver zu entscheiden. Beispielsweise könntest du als Kriterium festlegen, dass du alle Kleidungsstücke aussortierst, die du in den letzten 12 Monaten nicht getragen hast.
Verwende eine Vielleicht-Box: In diese Box kannst du alle Gegenstände legen, bei denen du dir unsicher bist. Stelle die Box anschließend für 3 oder 6 Monate zur Seite. Brauchst oder vermisst du Gegenstände aus der Box? Wenn ja, kannst du sie natürlich jederzeit wieder aus der Kiste herausnehmen. Solltest du sie nach dieser Zeit nicht vermisst oder gebraucht haben, kannst du dich guten Gewissens davon trennen.
Spenden oder verschenken: Es kann oft ein Gefühl der Verschwendung entstehen, wenn man Kleidung oder andere Gegenstände aussortiert, die wenig oder gar nicht getragen bzw. benutzt wurden, obwohl man möglicherweise viel Geld dafür ausgegeben hat. Ein Perspektivwechsel hilft: Spende oder verschenke diese Gegenstände an jemanden, der sie nutzen kann. Du wirst Erleichterung verspüren und anderen damit helfen.
Fehler machen ist normal: Niemand ist perfekt und sich zu irren ist ein ganz normaler Teil des Lebens. Aussortieren ist ein Lernprozess und du wächst mit jeder Entscheidung. Es ist vollkommen okay, ab und zu einen Fehler zu machen.
Was mache ich mit den aussortierten Gegenständen?
Du bist fertig mit dem Aussortieren und jetzt fragst du dich sicher, was du mit all den aussortierten Dingen tun sollst. Wichtig ist, dass sie so bald wie möglich deine Wohnung verlassen und sich kein Berg mit aussortiertem am anderen Ende der Wohnung bildet. Offensichtlicher Müll sowie kaputte oder stark verschmutzte Gegenstände kannst du entsorgen bzw. recyclen. Ansonsten kannst du die Sachen verkaufen, tauschen, spenden oder verschenken. Was mit deinen aussortierten Gegenständen also passiert, hängt ganz von deinen Bedürfnissen und Möglichkeiten ab. Hauptsache, sie verlassen bald deine 4 Wände.
Plane deine Aussortier-Challenge:
- Setze dir ein Ziel. Was möchtest du mit dieser Challenge erreichen?
- Finde einen geeigneten Zeitraum und erstelle einen Plan. Mache es dir dabei nicht zu kompliziert. Starte so schnell wie möglich. Das hilft dabei, den inneren Schweinehund zu überwinden. Tipp: Plane dir einen oder zwei Tage Pufferzeit ein. Es kommt im Alltag immer mal etwas dazwischen und so hast du Zeit aufzuholen.
- Augen zu und durch! Starte deine Challenge und nimm dir jeden Tag etwas Zeit dafür. Tipp: Halte deinen Fortschritt auf Fotos fest.
- Weg mit dem Ballast und rein in ein minimalistischeres Leben. Die aussortieren Dinge verlassen deine Wohnung.
Wie geht’s nach den 30 Tagen aussortieren weiter?
Herzlichen Glückwunsch! 30 Tage aussortieren liegen hinter dir. Ich vermute, du bist selbst überrascht darüber, wie viel Kram deine Wohnung verlassen hat. Doch wie geht es jetzt weiter? Ordnung halten und aussortieren, sind ein kontinuierlicher Prozess. Dafür braucht es natürlich nicht immer eine Challenge. Diese soll dir vor allem dabei helfen, einen Startpunkt zu finden. Mein Tipp: Schaffe dir einen Platz für eine kleine Aussortierkiste. Immer wenn dir nun etwas in die Hände fällt, dass du aussortieren möchtest, kannst du es dort sofort hineinlegen. Sobald die Kiste voll ist, verlassen alle Gegenstände in dieser Kiste deine Wohnung.
Viel Spaß bei deiner 30 Tage Aussortier-Challenge auf dem Weg zu einem freieren und minimalistischeren Leben! Weitere hilfreiche Tipps und Ideen rund um das Thema Organisation im Haushalt findest du hier. Schaue dich auf meiner Seite auch gerne nach Tipps für dein Budget oder für mehr Produktivität im Alltag um.
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