Hast du schon einmal das Gefühl gehabt, dass dein Zuhause zu vollgestopft ist? Dass du zu lange nach etwas suchen musstest, weil es keinen festen Platz hat? Oder dass dich die Unordnung in deinem Zuhause überfordert? Damit bist du nicht alleine! Das Ausmisten deines Zuhauses kann die Lösung für dieses Problem sein.
Heutzutage ist Konsum leicht geworden. Onlineshopping, die Lieferung am nächsten Tag und unzählige Werbeversprechen bringen uns dazu Dinge zu kaufen, die wir in Wahrheit gar nicht brauchen. Aber auch Produkte und Gegenstände, die wir in der Vergangenheit genutzt haben, können heute im Regal verstauben. Wenn immer nur neue Dinge dazukommen, aber nur selten Gegenstände dein Zuhause verlassen, entsteht irgendwann Unordnung. Ausmisten sollte daher ein normaler Bestandteil deines Alltags sein.
Im eigenen Zuhause auszumisten hat viele Vorteile, dennoch fällt es vielen Menschen schwer sich von ungenutzten Dingen zu trennen. Ich möchte dir von meinen Erfahrungen beim Ausmisten berichten und dir dabei helfen, deine eigene Reise zu einem Zuhause mit weniger Unordnung zu beginnen.
Warum ist Ausmisten nötig?
Täglich kommen auf unterschiedlichste Weise neue Dinge in dein Zuhause. Briefe, neu gekaufte Sachen oder auch Geschenke. Die Anzahl an neuen Dingen, die in deinem Zuhause einen Platz finden muss, ist enorm. Nur selten verlassen in der gleichen Geschwindigkeit ungenutzte Dinge deine Wohnung. Das führt dazu, dass sich immer mehr in deinem Zuhause ansammelt und irgendwann nicht mehr alles einen ordentlichen Platz findet. Unordnung entsteht. Damit dein Zuhause ordentlich bleibt, ist regelmäßiges Ausmisten daher wichtig. Natürlich gibt es auch noch weitere Vorteile. Einige möchte ich dir aufzählen:
- Ordnung – Wenn alle Gegenstände in deinem Zuhause ihren Platz haben, wird deine gesamte Wohnung deutlich ordentlicher wirken. Auch das Aufräumen und Putzen wird dir deutlich schneller von der Hand gehen.
- Entspannung – Ein ordentliches Zuhause wirkt beruhigend. Es kann dabei helfen, Stress abzubauen und dich zu entspannen.
- Kostenersparnis – Beim Ausmisten stellst du fest, welche Produkte zu bereits besitzt und welche du wirklich nicht benötigst. Du kannst viel Geld sparen, wenn du dadurch Fehl- oder Doppelkäufe vermeidest.
- mehr Platz – Ausmisten wird dir jede Menge Platz verschaffen. Indem du dich von Dingen befreist, die du nicht mehr benötigst, schaffst du Platz für all die Sachen, die du brauchst und behalten willst.
- Zeitersparnis – Wenn in deinem Zuhause alles seinen Platz hat, wirst du schneller finden, wonach du suchst.
- Einladende Umgebung – Ein ordentliches Zuhause trägt dazu bei, dass du gerne Besuch empfängst. Dieser wird sich in einer ordentlichen Umgebung außerdem wohl und willkommen fühlen.
Insgesamt führt ein ordentliches Zuhause, welches frei von ungenutzten Gegenständen ist, zu einem zufriedeneren und entspannteren Leben. Indem du regelmäßig aussortierst, kommst du diesem Ziel einen großen Schritt näher.
Was ist deine Motivation zum Ausmisten?
Warum möchtest du dein Zuhause ausmisten? Was motiviert dich, am Ball zu bleiben? Die individuellen Beweggründe sind oft ganz unterschiedlich.
Überlege dir, was dein »Warum« ist. Ausmisten ist keine Tätigkeit, die man nur einmal macht und dann nie wieder. Häufig ist das erste große Aussortieren das, was die meiste Zeit kostet, allerdings benötigt dein Zuhause auch in der Zukunft regelmäßige Pflege. Es ist daher wichtig zu wissen, was dich motiviert, auch wenn dir das Ausmisten manchmal schwerfällt oder du Schwierigkeiten hast einen Anfang zu finden.
Wie beginnt man mit dem Ausmisten?
Aller Anfang ist schwer. Wenn du zuvor noch nie bewusst aussortiert hast, kann es sich durchaus überfordernd anfühlen, einen Anfang zu finden. Diese 5 Tipps sollen dir beim Start deiner Ausmist-Reise helfen:
1. Die Müllsack-Methode
Im eigenen Zuhause mit ausmisten zu beginnen, auch wenn es Dinge sind, die du nicht mehr brauchst oder willst, kann sich überfordernd anfühlen. Ähnlich wie die Muskeln, die du beim Sport trainierst, ist es auch mit deinem »Ausmist-Muskel«. Auch dieser muss trainiert werden. Anfangs wird dir aussortieren wahrscheinlich ziemlich schwerfallen, aber mit etwas Übung wird es dir von Mal zu Mal leichter fallen.
Wir starten daher mit einer relativ leichten Methode, der Müllsack-Methode. Sie wird auch »Trash Bag Therapy« genannt. Hier kannst du dich an das Aussortieren erstmal ganz entspannt herantasten.
Bei dieser Methode sortieren wir nur offensichtlichen Müll, leere Verpackungen und kaputte Gegenstände aus. Schnapp dir einen Müllsack und begib dich auf die Suche. Fülle deinen Müllsack mit alten Kassenzetteln, leeren Pappkartons, aufgebrauchten Hygieneprodukten oder verdorbenen Lebensmitteln.
Wie hat sich das angefühlt? War es leicht oder ist es dir eher schwergefallen? Du kannst dir beispielsweise auch vornehmen, eine Woche lang jeden Tag 15 dieser Dinge in deinen Müllsack zu werfen. Diese Dinge sollten so bald wie möglich nach dem Ausmisten deine Wohnung verlassen, damit der Müllsack keine neue Ecke mit Unordnung produziert. Der Anfang ist gemacht! Du kannst stolz auf dich sein!
2. Ausmisten mithilfe einer Aussortier-Challenge
Ein weiteres gutes Hilfsmittel auf deinem Weg zu einem Leben mit weniger Kram kann eine Aussortier-Challenge sein. In diesem Artikel habe ich dir genauer erklärt, wie du eine Aussortier-Challenge gestalten kannst. Kurz zusammengefasst geht es bei einer Aussortier-Challenge darum, dass du dir in einem Zeitraum von 30 Tagen, an jedem Tag einen anderen Bereich deiner Wohnung vornimmst und diesen ausmistest. Am Ende der Challenge hast du alle Ecken deiner Wohnung einmal aussortiert.
3. Nimm dir nicht zu viel vor
Dieser Tipp ist mir besonders wichtig, denn Ausmisten kann sich schnell überfordernd anfühlen. Nimm dir NICHT zu viel auf einmal vor. Kleine Schritte bringen dich auch ans Ziel.
Stell dir vor, du räumst deinen gesamten Kleiderschrank aus, wirfst alle Sachen auf dein Bett und nur die Dinge, die du behalten willst, sollen wieder in deinen Kleiderschrank eingeräumt werden. Was aber, wenn die Überforderung einsetzt, du durch etwas unterbrochen wirst oder du einfach die Zeit unterschätzt hast, die die Aufgabe braucht? Am Abend liegt dann ein unsortierter Berg Kleidung auf deinem Bett, in welchem du jetzt eigentlich schlafen willst. Wohin nun mit den Sachen?
Vermeide solche Situationen! Sie bringen häufig Stress und Frustration mit sich. Geh lieber in kleinen Schritten vor, die du von Anfang bis Ende durchführen kannst. Das kann ein Fach in deinem Kleiderschrank, eine Schublade in der Küche oder ein Regal im Wohnzimmer sein. Deine Erfolgschancen sind so viel höher und damit auch die Motivation weiterzumachen.
4. Das Zwiebelprinzip beim Ausmisten
Ähnlich wie bei einer Zwiebel, mit all den Schichten, die man einzeln abschälen kann, ist es auch beim Ausmisten. Einmal überall aussortieren und sich dann nie wieder darum kümmern müssen, funktioniert leider nicht. Mit jeder neuen Runde, in der du aussortierst, werden dir wieder Dinge in die Hände fallen, die du nicht mehr benötigst. Setz dich daher nicht unter Druck, dass beim ersten Mal alles perfekt sein muss.
5. potenzielle Fehler akzeptieren
Sei nachsichtig mit dir. Es ist vollkommen normal, dass du auch mal einen Fehler machst und einen Gegenstand aussortierst, den du dann in Zukunft doch noch einmal gebraucht hättest. Diese Angst sollte dich allerdings nicht davon abhalten, überhaupt etwas auszumisten. Diese zwei Tipps können dir dabei helfen, die Angst vor einem Fehler zu überwinden:
- Die »Vielleicht-Kiste« – Gegenstände, bei denen du dir unsicher bist, ob du sie noch einmal benötigst, kommen in diese Kiste. Verschließe sie dann und schreibe das Datum von in 6 Monaten darauf. Ist die Kiste nach diesem Datum noch ungeöffnet? Dann kannst du die Dinge mit gutem Gewissen ausmisten. Die Chance, dass du den Gegenstand in Zukunft nochmal brauchst, ist recht gering.
- Setze einen Wert fest – Denk darüber nach, was der potenzielle »Schaden« wäre, wenn du einen Gegenstand aussortierst, den du dann später doch brauchst und dann neu kaufen müsstest. Lege außerdem für dich einen Wert fest, das können 5 €, 10 €, 20 € oder 50 € sein. Welcher Wert auch immer sich für dich persönlich gut anfühlt. Ist der Wert für die Neuanschaffung kleiner als dein gewählter Wert? Sortiere den Gegenstand aus! Ist der Wert größer? Überleg, ob du die Aufgabe des Gegenstands auch anders erfüllen kannst, auch dann kannst du ihn aussortieren. Bist du dir dann immer noch unsicher, kannst du den Gegenstand auch erstmal behalten oder in deine »Vielleicht-Kiste« legen.
Ich hoffe, diese Tipps helfen dir dabei, deine eigene Reise beim Ausmisten zu starten und dich von ungewollten oder nicht mehr benötigten Dingen zu befreien.
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